Blutleeres Scrum – Wie Du Deinem Team wieder Leben einhauchst

Kennst Du das, wenn Du in ein Team kommst das Scrum seit einer Weile benutzt oder agil arbeitet, dass sich etwas falsch anfühlt, obwohl die Ereignisse da sind? Wir beschäftigen uns mit diesem Phänomen und sprechen über Dinge die fehlen, und was uns dabei geholfen hat, diese Lücken zu füllen. Dabei orientieren wir uns an einem Modell aus drei verschiedenen Komponenten, die es aus unserer Sicht braucht, um Agilität mit Leben zu füllen.

Konferenz-Talk: Verboten gute Gratis-Team-Tools: Lieblingswerkzeuge zum Mitnehmen

TeamUp! 2022 – wir waren mit unserem Beitrag als Speaker auf der Bühne:

Hoch performante Teams entstehen nicht von selbst – da sind wir (und die Forschung) uns mittlerweile einig. Doch was hilft nun einem Team weiter? Und welche Tools wende ich in welcher Situation an?

 

Nach über zehn Jahren Arbeit in, mit und an verschiedenen Teams quer durch die Industrie haben Jasmine und Kai viele Tools und Werkzeuge ausprobiert, einige Mal völlig danebengegriffen, aber auch echte Perlen gefunden.

Sie haben dafür acht Erfahrungsräume herausgearbeitet, in denen sie Teams unterstützen dürfen. 

 

In diesem Vortrag bringen sie Orientierung in den Team-Entwicklungswerkzeug-Dschungel und stellen ihre meistgeliebten freien Tools zur Teamentwicklung vor. Mit der einen oder anderen Geschichte aus dem Alltag – praxisnah und pragmatisch.

 

Mehr zum Thema auch in unserer Podcast-Folge dazu.

 

Das im Talk ausgegebene Cheat-Sheet findet sich als Optin-Geschenk hier.

 

Media-Coverage zum Thema:

Wie du die Performance deines Teams weiter steigerst

„Die Haltung des Intervenierenden bestimmt das Ergebnis einer Intervention.“

Wir tauchen tief in 8 Erfahrungsräume ein, in denen wir unsere Haltung teilen und unsere Lieblingswerkzeuge, wie wir Teams weiterentwickeln.

Jasmine

Herzlich willkommen zum Agile Growth Podcast heute rund um das Thema Teamentwicklung. Und zwar haben Kai und ich acht Räume zusammengestellt, in denen du dein Team vielleicht unterstützen und begleiten kannst und plaudern aus dem Nähkästchen und teilen mit dir die Tools, die uns am meisten weiterbringen, wenn wir Teams unterstützen.

 

Kai

Sogar diesmal mit einem Cheatsheet dabei.

 

Sprecher

Herzlich willkommen zum Agile Growth Podcast, dem Podcast für alle Agile Interessierten mit hilfreichen Ideen und erprobten Werkzeugen, die dich weiterbringen. Von und mit den Two Agilists.

 

Jasmine

Herzlich willkommen zum Agile Growth Podcast. Schön, dass du wieder mit dabei bist. Heute stellen dir Kai und ich unsere Lieblings Team Tools vor, die wir immer wieder benutzen und erzählen den ein oder anderen Schmank von unseren Kunden.

 

Kai

Genau heute geht es um Teamentwicklung und wir sind Jasmine und Kai. Und wir helfen Menschen dabei, die Versprechen, Agiler Vorgehensweisen in der Praxis einzulösen, ohne IT Wissen vorauszusetzen. Schön, dass du wieder mit dabei bist, wenn wir uns tief reinknien in acht verschiedene Themenbereiche, um die es heute gehen soll.

 

Jasmine

Gerade letztens wurde ich von einer Freundin gefragt Du Jasmine, ich brauch Tipps für eine Teambuilding Aktivität. Unsere Chefin will da so was machen. Finde ich total bescheuert. Ich möchte jetzt gern nen Gegenvorschlag bringen und oft wird das ja immer noch so gesehen. So Teambuilding. Ja, das ist das, was du irgendwie einen Nachmittag im Kletter-Park machst. Oder wenn sich die Gruppe hinter dich stellt und die dich rückwärts in die Gruppe rein fallen lässt. Oder irgendwie so lustige Dinge. Ich will nicht sagen, dass diese lustigen Dinge nicht helfen können und wir werden später dazu kommen, in welchem Kontext das vielleicht auch angebracht sein kann. Was ich schwierig daran finde, ist der Fakt, dass Menschen Teambuilding und alles was um dieses Team da drum rum passieren darf, damit ein Team performant ist als eine Aktivität sehen, die man einmal macht, so jetzt ehen wir mal alle da hin, machen Teambuilding. Danach sind wir ein hoch performant das Team. Das ist so wie wenn man heiraten würde und danach eine geile Ehe führt, weil man eine geile Hochzeit hatte.

 

Jasmine

Und diese Korrelation passt irgendwie nicht so ganz. Ich kenn viele Paare, die eine gute Hochzeit haben und geschieden sind und ich kenn andere Paare, die eine kleine Hochzeit hatten, die für sie vielleicht auch schön war oder wo sie sogar Horror Stories erzählen, die eine gute Ehe führen. Ob die Performanz am Ende stimmt oder nicht, ob wir unsere Leistung, die wir als Individuum bringen, zusammenbringen können und zusammen noch viel mehr erschaffen können, als der Einzelne könnte, hängt von ganz vielen Faktoren ab. Das heißt, in der Psychologie würden wir sagen, dass es eine emergente Eigenschaft, also eine Eigenschaft, die ich nicht so messen kann, sondern wo ich einfach einzelne Faktoren brauche, damit wir gemeinsam als Team mehr leisten können als die individuelle Leistung zusammengebracht.

 

Kai

Also wenn man das mal so aus dieser Konevin Brille sieht, dann ist Teamentwicklung zu einem Hoch performanten Team eben nicht etwas Kompliziertes, was ich durch weitere Analyse und noch mehr Zerlegen irgendwie gut hinbekommen kann. Sondern da sind wir im Bereich des Komplexen und da gibt es eben keine Good Practices mehr, da gibt es nur noch emergente Praktiken, also das, was quasi aus der Situation heraus erwächst. Und doch kann man natürlich mit einer Intention an ein Team herantreten und immer wieder auf dieses Team einwirken, damit sich eben etwas entwickelt

 

Jasmine

Und es gibt ja da draußen ganz, ganz viele Team-Entwicklungsmodelle und die sind jetzt per se per se nicht falsch. Also ob man jetzt  die Teamuhr nimmt, also von Tuckman diese vier mittlerweile fünf Phasen oder ob du das von.

 

Kai

Drexler und.

 

Jasmine

Drexler und Sibbit nimmst oder ob du Hackman dahinter nimmst, die sind alle irgendwo begründet. Wie jedes Modell. Feilschen, wie jedes Modell hat doch irgendwie eine hilfreiche Begründung. Aber. Sie suggerieren so ein bisschen. Wir durchlaufen halt einfach Phasen. Sie suggerieren, dass das Ganze kompliziert ist. Und in unserer Erfahrung ist Teamentwicklung eben nicht kompliziert. Ich kann halt nicht sagen okay, gut, also nach der Teamuhr sind wir jetzt gerade in der Normierungsphase und in der Normierungs Phase müssen wir das und das tun. Und wenn wir das tun, dann kommen wir dann auch in die nächste Phase. Ja, so funktioniert das Ganze halt leider nicht, weil niemand aus diesen Modellen sagt dass du überhaupt in die nächste Phase kommst? Und ist es auch nicht. Es gibt wenig Forschung darüber, was man tun müsste, damit ein Team diese Phasen durchläuft. Ein Team kann die Phasen auch überspringen, teilweise oder zurückfallen. Und gerade bei Tuckman wissen wir, dass dieses Storming Phase eigentlich eine kontinuierliche Aktivität ist. Es gibt immer Reibung und es ist auch wichtig, dass es Reibung gibt in einem guten Team Kontext, weil genau das führt dazu, dass wir die kollektive Intelligenz nutzen, die wir brauchen in komplexen Kontexten.

 

Kai

Und wenn du dir die Entwicklung anguckst, vielleicht von deinen Kindern, wenn du welche hast oder von deiner Beziehung oder auch von Arbeitsbeziehungen, dann weißt du selbst die sind und die sind irgendwie dynamisch und da gibt es auch schon mal Rückschritte da drin. Dann gibt es auch schon mal einen Rückfall in ein Verhalten miteinander oder eine Kultur, die weniger produktiv oder weniger hilfreich erscheint für das Ganze. Und man muss nach investieren. In der Familie ist das vielleicht wieder Thema, wie ihr das so regelt Familienrat. Man ruft man Familienrat ein, meistens wenn irgendwas klemmt und man schaut, wie es dann wieder besser werden kann. Wie so eine Mini Retrospektive. Und dann merkt man ja schon, es ist also immer wieder ein konstantes Investieren hinein in eine gute Kultur eines Teams.

 

Jasmine

Und deswegen haben sich bei Kai und mir acht Erfahrungsräume herausgebildet, in denen wir Teams begleiten. Wir sagen nicht, dass die jetzt vollständig sind. Es gibt wahrscheinlich andere. Und andere Leute würden die wahrscheinlich auch anders benennen. Aber für uns hat dieses Modell mit unseren acht Erfahrungsräumen einfach geholfen, uns ein bisschen Klarheit darin zu generieren. Was tun wir denn so mit Teams und wie helfen wir Teams, sich zu entwickeln?

 

Kai

Du kannst ja noch mal in den Shownotes nachlesen, hier vom Podcast. Ansonsten gehen wir die jetzt auch Stück für Stück durch. Und bevor wir in die einsteigen, erst noch mal so der grundsätzliche Aspekt. Teamentwicklung beginnt erst mal bei dir selbst. Jetzt wirst du vielleicht denken, hä, wie bei mir? Ich dachte, es geht ums Team. Genau. Ganz oft kommen andere Scrum Master, die wir so profilieren, an uns heran und sagen, er habe dem Team die machen lassen. Das machen die irgendwie nie. Und die sollen das aber machen. Und dann ist eine Rückfrage, die ich ganz oft stelle. Ist das gerade dein Problem oder empfinden das die Menschen im Team als ein Problem? Und das macht schon einen Riesenunterschied. Denn wenn wir selber getriggert sind, wenn wir selber was anders haben wollen in der Welt. Das kennst du vielleicht. Vielleicht auch. Dann ist das eine gute Quelle davon, einfach unglücklich zu sein, weil sich die Welt da draußen eben nicht so richtig ändert, sondern du damit irgendwie schauen muss. Wie kommst du damit zurecht?

 

Kai

Wenn es natürlich für die anderen ein Problem ist, dann sind wir bei Servant Leadership, Leadership und der Fragestellung Wie kannst du diesem Team dienen, in dem wir dieses Problem beheben?

 

Jasmine

Und manchmal kennst du das vielleicht auch, dass du. Ein volleres Potenzial von einem anderen Menschen siehst oder auch von einem Team siehst und das Team das selber gar nicht so sieht oder der andere Mensch das nicht so sieht und. Das hat ja auch seine Berechtigung. Aber auch da dann zu überprüfen – Ist es gerade mein Ego, das da spricht? Oder möchte ich wirklich vom Herzen her, dass der andere wächst? Möchte ich vom Herzen her, dass dieses Team wächst und. Wenn dein Ego spricht, wenn du den anderen Menschen verändern möchtest, damit es für dich einfacher wird, dann würde ich empfehlen: Lass es bleiben. Das ist auch dieses Feedback. Darf ich dir mal Feedback geben? Und dann kannst du das in der perfektesten Feedback Manier machen, die es gibt. Es ist dann trotzdem nicht so, der andere wirklich dran wächst, weil du ja möchtest, dass sich der andere verändert, damit sich für dich die Situation besser anfühlt. Wenn du aber möchtest, dass das Team von Herzen her wächst. Wenn du wirklich diese Intention spürst und sagst, ich sehe da mehr Potenzial, dann können dir diese acht Räume vielleicht helfen und die Methoden in diesen acht Räumen helfen, um dieses Team in das volle Potenzial zu führen.

 

Kai

Vorausgesetzt, du hast einen Auftrag von diesem Team. Und das ist der andere Punkt. Soll ich hier überhaupt für euch tätig werden? Ist eine Frage, die ich gern mit dem Team kläre. Wenn ich eine Rolle habe, die das beinhaltet, weil ich der Scrum Master des Teams zum Beispiel bin, dann ist dieses Mandat damit in der Regel gegeben. Auch wenn ich das auch ganz gern noch mal explizit in Raum hole und das Team noch mal frage, ob das für sie passt, dass ich dann Scrum Master bin. Wenn ich das bin, dann habe ich natürlich auch ein Coaching Auftrag im Rahmen der Teamentwicklung bekommen.

 

Jasmine

Genauso wie ich beim Feedback fragen würde Hey du, ich habe Feedback für dich. Hast du da überhaupt Lust zu? Oder möchtest du es hören? Und das Nein dahinter ist völlig okay. Vielleicht bin ich nicht die richtige Person für das Feedback und vielleicht bin ich auch nicht die richtige Person, die diese Teamentwicklung da anleiten kann.

 

Kai

Der Erfolg einer Intervention hängt von der inneren Haltung des Intervenierenden ab. Das ist ein Statement, was William O’Brian gebracht hat. Das war der frühere CEO von der Hannover Versicherung, und Otto Scharmer zitiert ihn entsprechend in seinem Buch damit. Und wenn man den Satz mal wirken lässt auf einen – „Der Erfolg einer Intervention hängt von der inneren Haltung des Intervenierenden ab“ – merkt man schon: Die innere Arbeit, um zu seiner Haltung zu kommen, ist der entscheidende Teil. Der Rest dahinter ist fast Mechanik. Und natürlich braucht man auch Mechanik. Und man braucht Methoden. Und man braucht Herangehensweisen. Und in die werden wir jetzt gleich eintauchen. Wichtig ist dabei aber immer, dass du auch unsere Haltung dahinter nachvollziehen kannst, aus welcher Intention heraus wir diese Dinge tun.

 

Jasmine

Und der erste dieser Erfahrungsräume, die wir gerne aufspannen für ein Team ist, den Rahmen zu setzen. Und das hört sich jetzt so an wir. Ja, das mache ich zu Beginn. Und wenn das zu Beginn einer Produktentwicklung, zu Beginn eines Projektes passiert ist, ist das super schön. Wir haben da auch schon eine Podcastfolge darüber gemacht, wie man ein Team startet. In unserer Erfahrung wir kommen ja oft auch irgendwie in der Mitte einer Produktentwicklung dazu dann, wenn es brennt oder noch nicht brennt und einfach nur besser laufen könnte. Und in unserer Erfahrung ist oft dieser Rahmen nicht gesetzt worden oder nicht adaptiert worden mit neuen Erkenntnissen. Und da darf ich vielleicht immer wieder draufgucken: Haben wir unseren Rahmen noch richtig gesetzt? Nun, was meinen wir mit Rahmen setzen wir meinen drin drei Komponenten.

 

Kai

Das eine ist erst mal so die Ausgestaltung des Containers, also die Qualitäten des spürbar zwischenmenschlichen Raums, könnte man sagen. Das, was man so waren, wie man miteinander ist, wie  sind wir hier miteinander? Ist es uns wichtig, produktiv zu sein oder humorvoll? Oder was genau ist so das, was uns wichtig ist, wie wir hier miteinander sind? Und das kann je nach Container unterschiedlich sein.

 

Jasmine

Und wie konkret wollen wir zusammenarbeiten? Das zweite ist die Definition des Umfeldes.

 

Kai

Was ist der Unterschied, der quasi den Unterschied macht? Also wie kann ich mich abgrenzen von dem, was da draußen ist und was ist drinnen.

 

Jasmine

Da wirst du dich vielleicht fragen Ach, das ist doch ganz easy, wie ich mich abgrenze. Ich habe schon ganz viele Teams kennengelernt, die mir nicht sagen konnten, wer Teammitglied ist und wer nicht.

 

Kai

Oh ja, das weiß ich auch noch. Dabei hatte ich ein Team zum Coachen übernommen. In der zweiten Sprint Planung habe ich so gefragt was ist eigentlich mit dem da hinten, der auch noch in dem Abteilungs Korridor sitzt? Gehört er eigentlich auch zum Team? Da meint einer, ja, schon, aber der macht jetzt nur manchmal was für uns. Und wir haben ihn jetzt einfach mal nicht eingeladen. So geht das also. Okay, spannend. Gut, jetzt hat man vielleicht mal drüber sprechen, wer hier Teil ist und wer wirklich nicht.

 

Jasmine

Genau. Und wenn wir drüber gesprochen haben, wer ist Teil, wer ist nicht Teil, auch drüber sprechen. Was ist in unserem Umfeld? Da haben wir auch Tools und  Methoden, die wir sehr, sehr gerne benutzen und der nächste Aspekt Zweck und Ziel Dimension. Also wirklich, was ist unsere Vision? Was wollen wir? Wofür stehen wir auf? Ist das was wir tun ein gut bezahltes Hobby oder bringt es auch wirklich was? Und ähm. Und da bräuchte ich eine Vision dahinter und dann abgeleitet vielleicht Produktziele, wenn wir Scrum machen oder OKRs oder was auch immer ich habe, aber da zu investieren. Was ist Zweck und Ziel Dimension? Und in unserer Erfahrung hilft es schon ganz schön, wenn wir auf diesen Rahmen gucken und auf den immer mal wieder gucken.

 

Kai

So, das heißt bewirken darauf ein. Wenn da Teile von fehlen und fügen die dann hinzu. Und dazu kann man ganz verschiedene Dinge benutzen, zum Beispiel Team Agreements oder Designed Alliances. Mal gleich ein Beispiel dazu. Lift off beschreibt noch mal gut so die verschiedenen Komponenten gibt es auch ein gleichnamiges Buch, so von der Diana Larsen glaube ich und oder Team Canvas oder Delegation Poker alles Werkzeuge die da rein zahlen. Und ich mach mal ein Beispiel für diese Designed Alliance. Und zwar ist das etwas, was aus dem Coactive Coaching kommt. Und da geht es darum, so die wesentlichen Fragen von dem, was ich im Container genannt habe, zu klären. Und ganz oft habe ich das in einem zweier Container auch geklärt. Zum Beispiel habe ich einmal mit einem Product Owner zusammengearbeitet und habe den ganz am Anfang gefragt Du, was sind denn so wesentliche Dinge, die wir mal klären sollten? Und wir kamen dann auch irgendwie auf den Punkt So was ist, wenn wir mal ein Konflikt haben. Und ich habe dann gefragt Woran erkenne ich denn, dass wir in Konflikt haben?

 

Kai

Und dann meinte der so zu mir: Ja, dann frage ich, ob du mit mir eine Runde joggen gehst. Und dann dachte ich so okay. Ja, und dann bringe ich halt meine Jogging Schuhe mit und meine Klamotten. Und dann habe ich mir die in den Spind bei dem Kunden entsprechend reingelegt. Ja, und dann, wenn man einen Konflikt hatte, so zwei Mal und so kam es vor, dass wir gesagt haben So, jetzt gehen wir gemeinsam joggen und dann klären wir das Miteinander und das vielleicht auch. Eine ganz tolle Sache, so was in der Bewegung zu klären, weil darin bewegt sich halt auch was. Also das war schon eine gute Kombi dafür und das hätte ich wahrscheinlich nicht rausgefunden, wenn wir das nicht so explizit von vornherein so geklärt hätten. Da hätte sich das eventuell einfach dazwischen eingefressen und werden nicht den Mechanismus definiert bekommen, wie wir es austariert bekommen und.

 

Jasmine

Das ist etwas, was du mitnehmen darfst, wenn du möchtest für dein Team. Aber was du auch mitnehmen darf für jegliche Beziehung, die du gestaltest.  Kai und ich unterhalten uns auch immer mal wieder drüber. Wie gehen wir denn mit Konflikten um und wie gehen wir in Konflikte rein? Und ich merke, unsere privaten Konflikte fechten wir anders aus als unsere Business Konflikte, so unser Business Konflikte, würde ich sagen. Das ist schon harte Bandage, so, weil wir beide einfach so viel Passion auch für das haben, was, was wir tun. Und wir gehen ganz oft dann spazieren. Und das haben wir für uns so rausfinden dürfen, reflektieren dürfen. Und das darf aber auch jedes Team für sich reflektieren. Wie gehen wir mit Konflikten um? Das hilft sehr. Was bei diesem Rahmen setzen auch noch hilft, ist wirklich ein Stakeholder Mapping zu machen. Also das, was wir gerade gesagt haben, mal rauszufinden, wer ist im Team, wer ist außerhalb des Teams und was sind alles unsere Stakeholder? Und da habe ich eine kleine Geschichte zu.

 

Jasmine

Das habe ich mit einem Team gemacht, das so ein bisschen stuck war, nie Entscheidungen gekriegt hat, wo auch der Product Owner nicht so ganz einwirken konnte auf das Business, um schneller voranzukommen. Wir haben gemerkt, wir machen ganz viele so technische Fiddeleien, weil uns eigentlich langweilig ist, weil wir eigentlich nicht die großen Entscheidungen bekommen, voranzugehen. Und beim Stakeholder Mapping haben wir einfach rausgefunden Ach guck ma, aber die eine Entwicklerin, die hat nen voll guten Draht zu dem und dem. Und darüber würden wir eher Entscheidungen bekommen, als wenn der Product Owner das jetzt anfängt zu pushen. Jetzt hat der Product Owner mit dieser einen Entwicklerin losgegangen und die haben professionelles Kaffee getrunken. Und so sind wir besser zu unserer Entscheidung gekommen, haben die Entscheider auch wirklich ins Review rein gekriegt? Also alles, was dir hilft, den Rahmen rund um das Team und im Team zu setzen, empfinden wir sehr, sehr wichtig.

 

Kai

Der nächste Themenkreis: Einander kennenlernen. Ja. Stärken und Schwächen richtig einsetzen können im Team. Dazu müsste ich ja zumindest schon mal wissen: Wer kann denn eigentlich was und wer macht auch was gerne und wer sieht sich schon eher als schwach und leistung braucht da das Vertrauen, was sich daraus entwickelt, dass wir miteinander arbeiten und eben auch unsere Stärken immer wieder ausspielen können.

 

Jasmine

Und vielleicht habe ich ja sogar eine Stärke, die meine Stärke ist, die ich aber nicht so gerne tue.

 

Kai

Und vielleicht braucht das Team sie gerade und ich bin bereit, sie da mal kurzfristig rein zu geben, damit wir dann wieder einen Schritt weiterkommen.

 

Jasmine

Weil ich den höheren Kontext davon verstehe. Und da hilft eben dieses einander kennenlernen. Also sobald ich weiß, hey, ich habe da zwar eine Stärke, die ist im Team nicht vorhanden, aber ich tu das eigentlich gar nicht so gerne. Dann können wir als Team einen Plan erstellen. Wie gehen wir denn damit um und wer möchte sich diese Skills aneignen? Und das schafft einfach eine schöne Basis von Vertrauen. Und wenn wir in diesem komplexen Kontext arbeiten, dann brauchen wir relativ viel Selbstoffenbarung. Wir müssen ja alles, was wir wissen, irgendwie mit an den Arbeitsplatz bringen, weil alles relevant ist. Und dafür brauchen wir dieses Vertrauen auch.

 

Kai

Das alles würde ich gerade noch mal eingrenzen wollen. Wir hatten ja auch schon mal über die gierige Organisation gesprochen. Also irgendwo ist natürlich auch ein Grad erreicht, wo wir nicht noch mal tiefer gehen wollen, weil es vielleicht doch angenehm ist für die Menschen, wenn sie nur ihr Arbeits-Ich gerade da haben und da so diese Balance zu finden aus dem und aber auch darin sind wir sehr oft auch in einem, ich würde sagen, persönlichen Raum, wir kennen es hier vom Podcast, auch wie wir das so handhaben, eher nahbar und eher greifbar. Und dass ich glaube, den Unterschied kennen wir alle, wenn wir so in einen Fahrstuhl einsteigen. Und diese Beklommenheit da ist, dass du mit Fremden in diesem Ding da irgendwie fährst. Und jeder hat so seine eigene Art, damit umzugehen. Einer guckt eine Decke, der andere bricht ein Gespräch los, versucht ein Witz zu machen oder wie auch immer. Und ich habe manchmal Teams in so Kontexten, wenn ich mit denen neu anfangen zu arbeiten. Die fahren irgendwie den ganzen Tag Fahrstuhl und dann merkst du natürlich schon da, wie willst du da gemeinsam Leistung bringen und dann noch Spaß dabei haben, was Gutes zu entwickeln?

 

Jasmine

Und ich möchte dir an der Stelle ein Konzept noch mal nahebringen aus der Psychologie. Das nennt sich der fundamentale Attribution Fehler. Das ist etwas, was unser Gehirn macht, weil es einfach eine Abkürzung nimmt. Und der fundamentale Attributionsfehler geht so Wenn zum Beispiel morgens Ich komme morgens zum Daily zu spät, dann ist das für mich total logisch, warum ich zum Daily zu spät bin und auch total entschuldbar, weil ich habe ja zwei Kinder, die musste ich jetzt in Schule und Kindergarten bringen und die Kleine hat gerade echt eine schwierige Phase und wir sind uns dann auch in die Haare gekommen und ich würde es aber jetzt für mein Kind richtig machen und wollte es auch noch mal auflösen und deswegen bin ich zu spät zum Daily gekommen. Das ist total logisch. Diese ganzen Erklärungen erzähle ich wahrscheinlich nicht, sondern ich komme zu spät zum Daily und sage Entschuldigung, war gerade hektisch mit den Kindern heute Morgen. So. Für mich habe ich meinen Werten entsprechend gehandelt. Das heißt, das Umfeld war ja schuld, dass ich zu spät bin. Also es ist völlig in Ordnung.

 

Jasmine

Wenn jetzt aber das andere Teammitglied, sagen wir der Robert, der kommt immer zu spät zum Daily, dann mach mein Gehirn ganz schnell draus. Ach, der ist einfach, der ist einfach schludrig, der ist einfach immer unpünktlich. Der könnte sein Wecker auch einfach fünf Minuten früher stellen, dann würde er pünktlich kommen. Das heißt, wir attribuieren Ihren Fehler von anderen sehr schnell auf Ihre Persönlichkeit, aber unsere eigenen Fehler auf die Situation. Wenn wir uns jetzt näher kennenlernen als Team und nicht die Situation von Robert besser verstehe, nämlich ich zum Beispiel, dass er seine Mama zu Hause pflegt, morgens und oder von weit her kommt und seine Bahn einfach immer um fünf vor neun am Bahnhof ankommt und er noch zum Büro laufen muss und um neun das Daily losgeht und einfach nur eine blöde Zeit gewählt haben, die das aber auch nie gesagt hat. Also wenn wir so Dinge kennenlernen voneinander, dann gehen wir weniger schnell in diesen fundamentalen Attributionsfehler rein. Wir fragen viel mehr nach. Wir schaffen gemeinsame Lösungen und das ist unglaublich wichtig, um Missverständnisse und Konflikte vorzubeugen.

 

Kai

Wie kann man noch einander kennenlernen? Eine Skill Matrix zum Beispiel aufbauen? Oder was sind so die Sachen, die wir die nächsten Monate vorhaben? Wer kann hier eigentlich was? Und müssen wir dann noch irgendwie was voneinander lernen oder das entsprechend noch hinterlegen, die Erwartungen aneinander zu klären? Vielleicht kennst du auch Moving Motivators aus dem Management drei null. Nettes Werkzeug wo du so die die Haupttreiber hinlegen kannst und mal mit anderen austauschen. Was treibt dich eigentlich an? Das macht verständlicher, wo deine Motivation herkommt.

 

Jasmine

Was du auch machen kannst ist wirklich Werte Arbeit im Team um mal zu gucken was sind so unsere Haupt Werte und das kann dazu führen, dass der eine merkt Hey, Pünktlichkeit und Exaktheit ist mir total wichtig. Aber. Innovation und Neues Erleben ist zum Beispiel dem Kai total wichtig. Passt jetzt nicht ganz auf uns. Aber könnt ihr so sein? Da habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass Teams dann wirklich schön in Kommunikation miteinander kommen und sagen Hey, ich versteh jetzt, warum wir ständig aneinandergeraten. Wie können wir denn unsere zwei Werte vereinen? Zum Guten des Produkts. Und da kann ganz, ganz viel Tolles passieren.

 

Kai

Und da gibt es noch Personal Maps. Das ist eine Art Mindmap, wo man verschiedenste Aspekte seines Lebens mal aufzeichnet. Und nachdem man das getan hat, man die anderen einfach einlädt, dazu mal nachzufragen, gibt es noch was, was sich da besonders interessiert? Wo soll ich mal so ausholen? Wo man so rein zoomen kann in zum Beispiel einen Text oder Blätter von dieser Mindmap. Und es gibt die Lifelines. Und das ist ein sehr spannendes Format, was wir auch gerade im Advanced Scrum Master benutzt haben, wo es darum geht, einfach miteinander zu teilen. Wo komme ich her? Was sind die Dinge, die mich besonders geprägt haben? Und das hat einen ganz, ganz schönen Raum geöffnet von viel Verbindung. Und dazu gab es so zwei sehr spannende Rückmeldungen von unseren Teilnehmern. Und zwar das eine war so: Also wir haben ja vorher schon sogar ein ganzes Buch darüber gelesen, über psychologische Sicherheit , was wir sonst Vorbereitungs Literatur hatten. Und ein Teilnehmer meinte Und jetzt habe ich aber tatsächlich mal erlebt, wie sich das anfühlt, wenn man diesen Raum hat.

 

Kai

Also wonach muss ich quasi suchen innerhalb meiner Organisation, um da überhaupt was für einen inneren Kompass zu haben und das raus zu spüren. Dafür sind so Lebenslinien tolle Sache, wenn man die aufzeigt und miteinander austauscht. Und das zweite, was wir gehört haben. Oft ist das ja so, wenn du mit so neuen Teilnehmern, Gruppen oder auch neuen Team zusammen kommst. Irgendeine Macke hat jeder. Ja, und dann siehst du diese Macke. Und vielleicht, umso mehr du da hinguckt, umso größer wird die. Und da meinte auch ein Teilnehmer entsprechend Ja, ich habe das schon wahrgenommen, dass das der immer so drauf ist und das habe ich auch ein bisschen genervt. Aber jetzt wo ich den ganzen Menschen dahinter sehen konnte, muss ich sagen, waren mir diese Lapalien ehrlich gesagt egal.

 

Jasmine

Und hier aber noch ein kleiner Disclaimer an der Stelle: Lifelines sind unglaublich mächtig als als Tool. Es braucht aber auch wirklich den richtigen Raum. Und als Facilitator da darf man ganz viel Macht drauf geben, diesen Raum zu gestalten und aufrechtzuerhalten. Das heißt, wenn du hier neu in der Rolle bist, würde ich dir eher Personal Maps vorschlagen, weil das leichtgewichtiger ist. Sonst kann man sich auch mal an die Lifelines herantrauen. Die kreieren unglaublich viel Tiefe und lassen einander einfach als ganzer Mensch sehen und auch verstehen. Woher komme ich und warum reagiere ich in gewissen Situationen so?

 

Kai

Und die helfen uns auch noch in einer anderen Form, weil es als Mensch wichtig ist, ein kohärentes Narrativ zu seiner Vergangenheit zu entwickeln. Und umso öfter ich da entsprechend dran arbeite und umso mehr Details ich davon immer wieder frei lege, um so ja, wenn man sagen psychisch gesunder hätte ich fast gesagt, ist man im Umkehrschluss, wer sich da mehr für interessiert. Da wir die Empfehlung Mindsight von Daniel Siegel mal zu lesen, der spricht viel darüber, wie er anhand der Qualität des Narrativs der Leute sehen kann, wie es denen eigentlich geht, weil man natürlich auch einfach Bruchstücke von sich selbst verdrängt in der Vergangenheit und wenn man das nicht gut auflösen kann, da nicht gut reingeguckt hat, immer mal wieder. Dann ist das halt ein Indikator dafür, dass da vielleicht irgendwelche Baustellen sind.

 

Jasmine

Der nächste Erfahrungsraum, den wir gerne explorieren mit Teams, ist, verbindende Erfahrungen zu machen. Und verbindende Erfahrungen ist der Kleber, der uns zusammenhält. Wenn die gute Nachricht da ist: Wir sind soziale Wesen, selbst Menschen, die sagen Ich bin nicht total introvertiert, ich brauch niemanden. Es gibt ja so schöne Dinge. Drei Tage ohne Wasser, drei Wochen ohne Nahrung, drei Monate ohne Leute. Danach werden die Leute meistens verrückt. Ähm, es gibt sehr, sehr wenige.

 

Kai

Ich muss gerade an den Film Lost mit Tom Hanks denken oder sich diesen Fußball bemalten. Wie heißt du noch?

 

Jasmine

Cast Away? William, glaube ich.

 

Kai

Oder Wilson? Wilson. Der Fußball. Also, das ist kein Gag. Also man schafft sich dann irgendwie irgendeinen Notnagel, um sozial über die Runden zu kommen.

 

Jasmine

Genau. Und was passiert, wenn wir verbindende Erfahrungen machen? Wir schütten Oxytocin aus. Oxytocin ist das Bindungs Hormon. Und das schütten wir zum Beispiel aus, wenn wir ein Baby bekommen oder wenn wir uns frisch verlieben. Aber das schütten wir auch aus, wenn wir einfach Erfahrungen im Team machen. Und wir brauchen dieses Hormon, damit wir ein Zusammengehörigkeitsgefühl haben. Dieses Hormon hilft uns aber auch, mehr zu vergeben und positive Lösungen miteinander zu finden. Und dadurch schaffen wir es, dass wir nicht nur Dinge kognitiv verstehen, sondern auch auf einer emotionalen und körperlichen Ebene. Das heißt, die halten dann auch einfach viel, viel länger an und da gibt es so den schönen Begriff des erfahrungsorientierten Lernens. Also Spiele spielen zusammen und damit meinen wir natürlich nicht blöde Spiele, die völlig fern sind, sondern zu gucken, wie können wir wirklich verbindende Erfahrungen machen. Und da ist es vielleicht mal zusammen in Kletter Park zu gehen und diese Fun Sachen zusammen zu machen. Das ist total valide. Das andere was wir aber wirklich auch tun können, ist Spiele zu spielen, die uns helfen Agilität besser zu verstehen, die uns helfen unseren Arbeitskontext besser zu verstehen oder die uns zum Beispiel helfen unsere Kommunikationsstrukturen besser zu verstehen.

 

Kai

Zum Beispiel das Escape Game, so ein Würfelspiel, bei dem es darum geht, das Team möglichst schnell einen Dungeon zu verlassen und Lego mit Scrum. Die Simulation ist ja auch sehr bekannt, wo man auch einfach so Hands On arbeitet oder die Marshmallow Challenge. Das sind alles Sachen, wo man kollektiv in einer spielerischen Art und Weise umgeht. Wobei ich sagen muss, das Wort Spiel vermeide ich eigentlich immer, wenn ich Moderation in dem Bereich. Für mich sind das Simulationen. Das hat ein bisschen mehr Anstrich von Ernsthaftigkeit. Also manche sagen auch hier Lego Serious Play wird er auch diese Art und Weise der Facilitation genannt, die man da lernen kann? Weil ich glaube, diese Ernsthaftigkeit und das Spiel, das muss schon beides zusammenkommen. Denn wenn man nicht einsteigt auf das Szenario des Spiels, dann bleibt es auch irgendwie nur so ein Schauspiel und dann fehlt die Transformation und dann fehlt das innere Lernen.

 

Jasmine

Und wir hatten ein total schönes Erlebnis in einem Training mit einem Kunden von uns. Da haben wir Lego City gemacht und. Das eine war natürlich zu verstehen – Wie funktioniert die Scrum Mechanik? Das kann man total gut. Aber was die wertvollere Reflektion aus Lego City für diesen Kunden war zu verstehen. Wie arbeiten wir denn? Und die sind sehr: lass uns nicht planen. Ärmel hochkrempeln, machen. Und ich weiß noch, Kai hat bei diesem Kunden den Product Owner gespielt. Der haben wir fünf Mal gesagt Ist mir nicht wichtig, machen wir nicht. Was hat er da stehen gehabt? Alles Mögliche an Dingen, die ihm nicht wichtig waren, die er nicht machen wollte. Teilweise auch nur halbfertig. Ich hab noch nie so eine geniale Stadt gesehen, aus Legos gebaut, wie dieser Kunde zustande gebracht hat. Aber ich habe auch noch nie einen so chaotischen Haufen gesehen um diese Lego Stadt zu bauen. Und das hat uns jetzt auch im Projekt immer wieder begleitet. Dieses dieses Learning draus. Wo könnten wir vielleicht ein bisschen mehr planen?

 

Jasmine

Und dann würde es vielleicht ein bisschen besser laufen. Und wo müssen wir gar nicht so viel planen, weil wir wissen, dass wir es wuppen? Und das war eine unglaublich wertvolle Erfahrung für dieses Team.

 

Kai

Dann sind wir beim nächsten Aspekt: hilfreiche Moderation. Ja ohne Moderation. Da schneiden sich meine Sätze so in das Fleisch der Mitarbeiter und deren Seelen, die dann innerlich den Rückzug anziehen. Und vielleicht kennst du solche Sätze auch selbst gern fallen. Das hätte dir doch klar sein müssen. Das weiß man doch.

 

Jasmine

Wenn man ein bisschen nachdenkt, dann wird man schon selber draufkommen.

 

Kai

Also so die Klatsche, die man dann immer wieder kriegt. Und wenn die unkommentiert bleibt und wenn die so stehen gelassen wird im Raum, dann hat das auch einfach einen aggressiven Charakter, der Menschen dazu verleiten kann, dann in Zukunft nichts mehr zu sagen und zu schweigen. Dann reden wir nicht mehr über den Kern der Dinge, weil der emotional nicht zugänglich ist, entweder nicht mehr zugänglich ist oder noch nicht wieder zugänglich ist. Und dann ist diese Riesen Hürde da, den Elefanten im Raum zu benennen und über die wesentlichen 5 % zu sprechen, um die es geht. Und dann kannst du auch mal schön eine Retrospektive mit irgendeiner Nebenbühne verbringen, deines Lebens oder  des Lebens deines Teams. Und da schön deine Zeit damit verschwenden, dass man irgendeine Seiten-Diskussion führt, wo das eigentliche Thema links liegen bleibt und.

 

Jasmine

Also Moderation oder sogar der englische Begriff, der er erweitert, ist Facilitation. Das ist natürlich eine Kunst für sich. Aber wir haben so ein, zwei Tricks zusammengestellt, die uns einfach unglaublich helfen im täglichen Alltag, die wir denken, die sind einfach, die kann jeder tun. Und dabei geht es nicht darum Hat das Meeting eine Agenda, wo ich durchführe, sondern es geht darum, auch wieder den Rahmen von einem Meeting oder einem Event zu kreieren, damit die Leute gut ankommen, gut partizipieren können. Und was wir da ganz, ganz oft machen, sind wirklich mit Check-In Fragen zu arbeiten.

 

Kai

Ich hatte einmal in einem Workshop die Frage gestellt Wie sehr bist du heute hier? Auf einer Skala von 1 bis 10 und zehn heißt so völlig wach, klar, präsent, aufgeräumt und eins heißt nur meine körperliche Hülle ist hier. Und dann sagte ein paar Leute etwas und dann kam jemand dran und der sagte Ich bin heute bei einer -5. Und mehr will ich dazu auch nicht sagen. Und dann war Kurz ein Schweigen im Raum. Und ich habe mich dann einfach bedankt für den Beitrag und wir sind weitergegangen zum nächsten. Und natürlich war das erst mal ein seltsamer Moment und der Tag ging dann auch voran. Und am Tagesende sagte dann der gleiche mit seiner -5. Ja, er hätte heute Morgen nicht die Worte dazu gehabt, aber sein Hund wäre gestorben. Der wäre schon sehr alt gewesen und er war sehr verbunden mit ihm und. Da wäre einfach so in Trauer, dass er das einfach auch nicht über die Lippen gebracht hat heute Morgen. Und er wollte das aber noch teilen mit uns und ab dem Zeitpunkt, da hast du richtig gemerkt, wie wie dieser Raum umgeschwappt ist.

 

Kai

In eine neue Tiefe und eine neue Qualität, die wir dann im nächsten Workshop Tag gemeinschaftlich auf einer noch menschlicheren Ebene sehr, sehr gut nutzen konnten und da auch Trost spenden konnten.

 

Jasmine

Es gibt natürlich weitere Optionen von Check in Fragen, was wahres, positives One Word Opener etc.. Wir empfehlen immer eine Check In Frage zu Beginn zu machen. Es hat einen ganz einfachen Nebeneffekt Menschen brauchen sowieso irgendwas zwischen fünf und 15 Minuten mental  im Meeting anzukommen. Wenn wir direkt mit dem ersten Agenda Punkt loslegen, dann ist das hoch ineffizient, weil die Hälfte noch nicht da ist mental, sondern nur die körperliche Hülle anwesend. Das heißt, ich kann diese Zeit durchaus verwenden, um Leute in das Thema reinzuholen oder in den Raum reinzuholen. Etwas, das sie auch total gerne verwenden ist virginia Satir’s hat hier Temperature Reading. Das geht über fünf Punkte. Das kann ich sowohl zu Beginn eines Termins verwenden, wie auch zum Ende als Feedback. Und so unser Rettungsanker in Moderation ist das Perfection Game. Egal ob es um eine Vision geht, um eine Lösung, um was auch immer. Diese Frage auf einer Skala von eins das ist absolut kacke bis zehn Top nehme ich sofort. Wo bist du? Und dann zu fragen und ich habe gehört, ich mache das immer falsch.

 

Jasmine

Ich frag immer Und was würde dich eine Zahl höher bringen? Das hat so den Effekt von es muss nicht eine Top zehn werden, sondern einfach nur, wenn ich auf einer sechs bin. Was würde ich zu einer sieben bringen? Und dann gehst du mit dem nächsten, der eine sieben hat. Was wird dich zu einer Acht bringen? Und wir arbeiten diese Sachen ein und am Ende sind wir meistens bei einer Lösung. Die ist wirklich Good Enough For Now und wir kann weitergehen. Also das Perfection Game hat mir schon so, so so oft aus der Patsche geholfen, dass ich das einfach jedem gerne mitgebe. Ich weiß, Ratschläge sind auch Schläge, aber das ist ein geiler.

 

Kai

Übrigens, wenn wir hier ein Format nach dem anderen nennen – Du kannst nachher auch gerne das Cheat Sheet hierzu runterladen, das Schummel Sheet sozusagen unter agilegrowth.de/teamtools , da kannst du als  Email Opt-In Geschenk entsprechend diese ganzen kuratierten Werkzeuge hier mit Quellenangaben dahinter entsprechend von uns beziehen. Und dann sind wir bei der nächsten Kategorie, nämlich als Team reflektieren.

 

Jasmine

Warum ist das wichtig? Na ja, Säge schleifen. Also fast jeder kennt ja diesen Comic von dem Menschen, der seinen Baum fällt und mit seiner stumpfen Säge nicht vorankommt. Und irgendjemand kommt, sagt Hey, schleift doch mal! Der andere sagt Ich habe keine Zeit. Also diese Auszeiten zu nehmen, in die Tiefe zu gehen, zu reflektieren tut unglaublich gut. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn Individuen lernen zu reflektieren und Teams lernen zu reflektieren und dafür wirklich einen geschützten Raum haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auch im Alltag immer wieder reflektieren und da auf einmal Probleme angehen und in die Selbstwirksamkeit kommen und in die Selbstverantwortung kommen extrem viel höher. Das heißt, manchmal müssen wir uns vielleicht zwingen, in diesem geschützten Raum zu reflektieren, damit das für uns zu einem Habit wird, denn wir auch im Alltag immer wieder tun.

 

Kai

Ja, ein ganz beliebtes Habit natürlich. Retrospektiven von jedem Team. Die kommen einfach regelmäßig und dienen uns immer wieder dazu, dass wir einen Raum öffnen können für Themen, die wichtig sind, gerade für das Team. Oder dass wir auch einen aktiven Raum gestalten können von den Dingen, die wir gerade als wichtig sehen.

 

Jasmine

Also totaler Schenkelklopfer: Mach Retros. Und ja, das meinen wir so Wenn du agil arbeitest, mach bitte, bitte, bitte Retros. Und wenn dein Team keine Retros mag, dann kann es sein, dass irgendeiner der anderen Erfahrungsräume noch nicht bedient wurde. Weil tiefe gute Retros zu machen bedeutet oft, dass wir zuerst das Vertrauen aufbauen müssen. Ansonsten haben wir die letzten zwei Podcastfolgen glaube ich auch über Retro geredet. Da sind nochmal ganz viel Tipps, Tricks usw mit aber. Retros als Habit zu machen, ist unglaublich wichtig.

 

Kai

Dann kennst du vielleicht das Modell der fünf Dysfunktion eines Teams, was so beschreibt wie aufeinander aufbauend welche Dinge vorherrschen müssen, um als Team gesund zu sein. Auch ein spannendes Modell mit entsprechender Literatur verfügbar, über das man reflektieren kann und wo es auch Handlungsräume gibt.

 

Jasmine

Und was wir echt gerne einfügen, wo ich mir gerade auch mit dem einen Kunden super Erfolg hatten, waren so Abteilungs übergreifende Lean Coffees und wir hatten zuerst mal ein Open Space probiert. Das hat irgendwie überhaupt nicht gewuppt. Dieser Open Spaces war irgendwie zu lange zu hmm. Irgendwie hat es nicht funktioniert.

 

Kai

Zu wenig dringliches Anliegen gemeinschaftlich, glaube ich. Ehrlich gesagt.

 

Jasmine

Genau. Und wir sind dann umgeschwenkt auf Lean Coffees und das hat so zwei Effekte. Jeder kann seine Themen mitbringen, jeder wird gesehen in seinen Themen. Die werden auch bearbeitet und auch priorisiert bearbeitet. Und es schafft einen kleinen Raum, auch über die Abteilung hinweg einmal aufzuatmen, durchzuatmen, zu gucken, was ist denn hier? Und auch zu gucken, was ist denn in den anderen Teams? Also auch hier wieder Empathie üben.

 

Kai

Dann sind wir bei der nächsten Kategorie Spiegel des Teams sein – Ich als Coach, als Resonanzkörper für das Team. Also zum Beispiel diese Kontaktlosigkeit okay, die ich eben genannt habe. Spüre ich sie in mir, kann ich die wahrnehmen, kann ich die ausdrücken, eine Stimme des Systems sein, um das entsprechend zurück zu bringen gegenüber seinem Team.

 

Jasmine

Und bei diesem Erfahrungsraum ist, was wir Eingangs gesagt haben, umso wichtiger die innere Haltung des Intervenierenden sagt da wirklich der Erfolg der Intervention voraus? Also warum sage ich das? Aus welcher Haltung heraus und in meinen Augen braucht da jeder Coach, jeder Team Begleiter, jeder Scrum Master, aber auch jede Führungskraft. Eine unglaublich gute mittlerweile würde man es neumodisch Mindfulness Praxis nennen. Da darf jeder das finden, was für ihn oder sie passt. Sei es die morgendliche Jogging Runde, um zu reflektieren, bei sich beim Körper anzukommen, sich zu erden oder eine Yoga Session oder das klassische Meditieren oder oder oder. Aber diese Praxis, die gehört für mich zum Berufsalltag dazu. Also das ist wirklich auch eine Berufspraxis für mich. Ich mache das in meiner Arbeitszeit, weil das ist Arbeit, ich brauch das für meine Arbeit und dann darf ich mir auch zurechtlegen. Wie möchte ich reflektieren? Was hilft mir da? Und Kai und ich sind über ein Buch gestolpert von Jerry Colonna heißt.

 

Kai

Reboot.

 

Jasmine

Coach Reboot. Total gutes Buch, da sind drei Fragen drin. Die begleiten mich seitdem sehr, sehr oft. Die erste ist: Was sage ich nicht, was ich sagen sollte. Die zweite Frage ist: Was sage ich, was nicht gehört wird? Und die dritte Frage ist: Was höre ich nicht, was ich hören sollte? Und ich benutze diese drei Fragen sehr, sehr oft, um mit mir selber zu reflektieren. Manchmal sogar als Team Retro, aber die rummst dann ganz schön ordentlich. Da ist auch wieder das mit dem Raum  bereiten und so weiter. Aber um mir innere Klarheit zu verschaffen Was sind meine Themen? Was sind die vom Team? Wo möchte ich überhaupt Spiegel sein? Und sobald ich das raus habe, wo möchte ich Spiegel sein? Wo kann ich Spiegel sein? Was möchte ich spiegeln? Da hat mir Kai ein Tool, eine Methode beigebracht, die ich finde. Unglaublich wirksam ist.

 

Kai

Nämlich Bildmetaphern. Ich arbeite total gerne mit. Ich hab so eine Dokumenten Kamera hier stehen, gerade in diesen verteilten Szenarien und ich habe irgendwie verschiedene Arten von Bildkarten hier liegen. Vielleicht kennt die eine oder andere so Dixit Karten ist ein Spiel, das sehr schöne Visualisierungen hat. Und ja, da hatte ich einmal einen Teilnehmer dabei. Einem neuen Titel hat immer seine Kamera aus und dann habe ich einfach für mich die Karten auf den Tisch gelegt und hatte irgendwo eine Karte. Da war so eine dunkle Höhle, da guckten unsere rote Augen raus und ich merkte, das drückt ganz gut aus, wie ich mich fühle in so einem Call, wenn einer irgendwie so wie aus dem Hinterhalt raus. Du weißt nicht, du siehst nicht, wie reagiert er, ist er überhaupt da, kriegt er was mit? Irgendwie. Und dann habe ich mit dem ein Einzelgespräch gesucht und habe dem diese Karte gezeigt. Schon mal, wenn ich mit euch da arbeite, so fühlt sich das für mich an, wenn du der einzige, der die Kamera aus hat.

 

Kai

Und dann habe ich irgendwie gehört, dass es an verschiedensten Dingen liegt, dass das nicht funktioniert und wie auch immer. Und ich glaube, derjenige hat sich dann erst mal vielleicht auch ein bisschen peinlich berührt gefühlt davon, dass ich ihn darauf anspreche. Und dann hat das aber irgendwie zwei, drei Tage gedauert und dann war die Kamera an und das blieb dann auch so, also wie kann ich das, was ich wahrnehme, zurück spiegeln an mein Team? Auf eine Art und Weise, die verdaubar ist? Und da sind so Bild Metaphern finde ich sehr hilfreich.

 

Jasmine

Und dieses Bild Metapher hilft dann auch, es ein bisschen zu entpersonalisieren. Also das heißt, man kann dann über das Bild reden und muss nicht unbedingt über sich selber reden. Das hilft, hilft oft auch sehr, seriöse, tiefe Themen ansprechen zu können. Ein weiterer Erfahrungsraum und das ist der zweit letzte, den wir gerne eröffnen, ist im Tun Zusammenfinden, also all das, was wir bisher dazu gesagt haben. Ich sage, dass ein Kunde von uns immer das ist ein bisschen wie Butzibären Kuschelbude, er ist es überhaupt nicht. Also ich finde, es ist es unglaublich hart, diese Dinge anzusprechen, diese Räume zu fördern. Aber vielleicht ist es für den einen oder anderen zu wenig an der Arbeit dran. Und deswegen eröffnen wir gerne sehr, sehr bewusst diesen Raum von im Tun zusammenfinden. Denn auch wenn wir eine gute Vision haben, wo wir hinwollen, dann liegen wir dann doch im Detail irgendwie auseinander. Und das Lernen geht unter. Das voneinander Lernen geht unter. Und da haben wir so ein paar Methoden zusammengetragen, die uns helfen.

 

Jasmine

Also zum Beispiel wirklich ganz explizit ein kleineres Projekt zu machen, das man immer schon mal machen wollte. Aber unter der Bedingung, wir reflektieren danach auch wieder über unsere Zusammenarbeit.

 

Kai

Oder auch mal so eine Working Retrospektive, wo wir uns nicht drauf fokussieren, dass wir irgendwie die fünf Phasen einer Retrospektive durchgehen, sondern dass wir ganz konkret einfach mal Sachen weggeschafft bekommen oder auch   einen Definition Of Done Workshop, wo wir ja auch sehr konkret an dem unserem Verständnis miteinander arbeiten oder mal Code Reviews zusammen zu machen, wo man gemeinschaftlich sich den Quellcode anguckt.

 

Jasmine

Und was zum Beispiel eins der Teams, die ich begleitet habe, für sich mal rausgefunden hat. Die haben das dann Mob Fixing Friday genannt und im Prinzip haben wir jeden Freitag einen großen Konferenzraum gehabt. Geht auch online. Ich hab nette Snacks besorgt. Die Firma hat Pizza zum Mittag gesponsert und dann haben wir im Mob zusammen Bugs gefixt. Also am Beamer einer an der Tastatur die anderen mitgedacht und dann hat das rotiert wirklich Mob Programming, aber auf Bugs bezogen. Das hatte zwei Nebeneffekte, die genial waren. Erstens, unsere Zahl ist wirklich wesentlich runtergegangen. Zweitens Die Qualität im Team ist erheblich gestiegen. Und ich glaube, das liegt daran, dass sie auf eine sehr einfache, leichte und auch spaßige Art Wissenstransfer gemacht haben. Und am Anfang war das natürlich super, aber ganz ehrlich, wenn ich jetzt jeder eine Tastatur hätte, dann würden wir viel mehr Bugs fixen. Dem war nicht so! Also wir waren irgendwann mal am Freitag so flott unterwegs mit diesem Bug fixen, dass wir unser Mob Fixing Friday anders benennen muss mussten, weil es nicht mehr so viele Bugs hatte.

 

Kai

Der nächste Erfahrungsraum. Und damit sind wir auch beim letzten, ist die Teamseele zu nähren. Und bei dem geht es darum, dass man so eine Art, ich würde fast sagen Soziales Kapital aufbauen kann damit, dass man sich auf die guten Dinge fokussiert und die auch mal aktiv miteinander austauscht. Ich glaube, wir Menschen mögen das alle, wenn wir eine positive Rückmeldung bekommen, wenn wir von anderen gesehen werden für die Dinge, die wir tun. Und zum Beispiel habe ich mal mit einem Team gearbeitet, von mittleren Managern und über ein paar Monate hinweg. Haben, die nicht so wie typische Manager als eher Einzelkämpfer agiert in deren Kultur. Sondern wir haben als ein Scrum Team zusammen gearbeitet zu als eine Enterprise Transition Community und dadurch haben wir auch immer wieder Retrospektiven gemacht. Und nach einer Weile habe ich mal eine Retrospektive dazu gemacht. Die hatte nur das Ziel und den Austausch zu Wertschätzung. Da habe ich eine Stunde lang Appreciation gemacht und haben uns damit geduscht, also Shower Of Apprectiation ist. Da vielleicht eines der Verfahren, die du schon mal gehört hast.

 

Kai

Und. Das hat den Leuten sehr gut getan und ein Manager kam dann auch noch eine Woche später zu mir, meinte also, in all den Jahren, die er im Unternehmen ist, hat er noch nie erlebt, dass man so gemeinschaftlich miteinander an einem Strang zieht und sich dabei auch so sehr gegenseitig wahrnimmt. Und das hat man schon gemerkt, dass er sehr gerührt war davon und deswegen auch noch mal explizit das mit mir geteilt hat, was ich wiederum sehr schön fand und. Da merkst du, da ist eine Kraft dahinter, wenn wir da rein investieren. Mit einem anderen Team haben wir mal zum Abschluss von einer Projektphase oder dem Rollup, besser gesagt also von der Produktentwicklung. Eine Wall of Praise gemacht, wo wir vor dem Workshop von jedem Teilnehmenden Stimmen gesammelt haben. Über jeden anderen. Und da ist eine wunderschöne Galerie zusammengekommen und zum passenden Zeitpunkt im Workshop haben wir das Ding ganz normal angeguckt und das hat auch sehr, sehr gut getan und eine schöne Atmosphäre gesetzt.

 

Jasmine

Und wenn wir noch mal in die positive Psychologie reinguckt: Unser Gehirn ist dazu gemacht, Negatives besser wahrzunehmen als positives. Das ist unsere Überlebensstrategie, die ist vielleicht nicht mehr ganz so adäquat. Und deswegen hilft es uns, wenn wir unser Gehirn immer wieder mit Positivem füttern, weil das hilft uns auch schneller in den Lösungsraum zu gehen. Dabei geht es nicht darum, dass wir einander mit Samthandschuhen anfassen, sondern es geht darum, dass wir unser Gehirn wirklich dazu trainieren, schneller in einen Innovationsraum zu kommen, schneller in einen Lösungsraum zu kommen, einander zu bestärken, damit wir gemeinsam besser voranschreiten können.

 

Kai

Und dann sind wir beim ausgleiten, nämlich dem ja nächsten Schritt in der Teamentwicklung. Wenn ich dann so eine Intervention durchgeführt habe, mal inne zu halten, wie hat es geklappt die Asche auszuhusten um dann weiter zu machen und dazu braucht es vor allem Selbstreflexion und Heilung und kontinuierliche Verbesserung mit einem selbst. Und wenn du auf diesen Pfad mit uns gehen willst, dann hast du vielleicht schon zum Podcast gehört davon, dass wir auch eine Art Coach Ausbildung anbieten in verschiedenen Schritten. Und da kannst du dich auch sehr gerne darüber informieren unter agilegrowth.de/coach mal noch mal in die Shownotes entsprechend rein. Und wenn du das Gefühl hast Wow, das war jetzt aber ganz schön viele Formate. Ich würde mir da so einen Überblick irgendwie mal wünschen. Dann haben wir da auch was für dich. Auch das verlinken wir hier in den Shownotes und unter agilegrowth.de/teamtools, wie eben schon mal genannt, kannst du entsprechend als ein kleines Email Opt-In Geschenk, die komplette Zusammenstellung mit weiterführenden Quellen herunterladen, so dass du das auch in der Hand hast, wenn es wieder darum geht

 

Kai

Was ist für dich die nächste Intervention, die dein Team vorantreibt?

 

Jasmine

Damit danken wir dir sehr, dass du mit dabei warst und wir freuen uns auf das nächste Mal.

 

Kai

Bis ganz bald. Tschüss.

 

Scrum By The Book? Was Ebay’s ehemaliger CTO Joseph Pelrine dazu sagt.

Joseph Pelrine – der ruhige und zurückhaltende Forscher und Praktiker – gilt unter Kennern als einer der Pioniere und Top-Experten für agile Methoden. Er hat über 25 Jahre damit verbracht, Prozesse zu definieren und zu verfeinern, um einigen der bekanntesten Unternehmen der Welt zu helfen, ihre Fähigkeit zu verbessern, die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfüllen. 


Als Psychologe liegt sein Fokus auf den Menschen. Seine Erfahrung in der Anwendung von Spitzentechniken aus sozialer Komplexitätstheorie, der Psychologie und der Prozessoptimierung, gehen weit über den Bereich der Softwareentwicklung hinaus und erstreckt sich auf die gesamte Organisation. 


Obwohl Joseph Pelrine oft als Berater oder Interimsmanager arbeitet, gibt er sein Wissen am liebsten weiter, indem er Einzelpersonen und Organisationen berät, oft in der Rolle eines CTO/CIO/CDO „Flüsterers“. Er forscht an neuartigen Anwendungen der Psychologie auf agile Prozesse und ist außerdem Doktorand in Psychologie und Psycholinguistik.

Sprecher

Herzlich Willkommen zum Agile Growth Podcast, dem Podcast für alle Agile Interessierten mit hilfreichen Ideen und erprobten Werkzeugen, die dich weiterbringen von und mit den Two Agilists.

 

Kai

Herzlich willkommen zum Agil Growth Cast schön, dass du wieder zuschaust. Es ist mal wieder ein Freitag um 11 Uhr und wir haben wieder einen ganz, ganz spannenden Gast heute hier. Und ja, wenn du uns öfter siehst, dann vermisst du vielleicht gerade jemanden neben mir. Und ja, manchmal kommt das vor. Wir hatten eine ziemlich intensive Woche und Jasmine ist gerade ein bisschen dabei, sich zu erholen und sich eben ihre Augen geguckt habe, da sie wirklich ein bisschen müde und abgeschlagen aus.

 

Kai

Und so mussten wir für heute darauf setzen, dass ich heute unser Gastgeber bin. Ich freue mich darüber sehr, denn es gibt immer mal wieder Premieren im Leben und Jasmine stand tatsächlich auch schon mit unserem Gast, den wir heute dabei haben, sehr, sehr oft zusammen auf einer Bühne hat Kinos gegeben. Insofern ist das vielleicht auch nur die faire Rückrunde dafür, dass ich entsprechend heute mit Josef Paul Ryan sprechen darf. Und mit Joseph verbindet mich eine ganze Menge.

 

Kai

Denn nicht nur, dass wir schon in seinem hervorragenden, eingerichteten Küche zusammen kochen durften, sondern auch, dass wir zusammen auf meiner Reise zum Scrum Trainer zusammengearbeitet haben und ich Joseph war, über die Schulter gucken durfte, wie man entsprechend hervorragende Scrum Trainings gibt. Und dort ist schon unglaublich lange dabei. Deswegen freue ich mich sehr auf dieses Gespräch. Und wenn du Fragen konkret hast zu dem, was wir hier besprechen, dann darf sie gerne wie gewohnt hier rein entsprechend denkt oder YouTube, so dass wir dann auch darauf eingehen können.

 

Kai

Insofern freue ich mich sehr, Joseph, dass du da bist und die Zeit nimmst für unseren Growth Cast. Herzlich willkommen!

 

Speaker 3

Agil Guten Morgen!

 

Kai

Ja. Du bist ja unglaublich lange schon mit dem Thema Scrum verbandelt. Ich habe ja 2007 meinen Anfang gemacht und da warst du schon eine Weile mit dem ganzen Agilem Zeug irgendwie unterwegs und hast Projekte gemacht. Und ich würde gern ein bisschen mit dir eintauchen in diese Anfangszeit. Wie kam das eigentlich dazu, dass du mit Agilität in Kontakt gekommen bist?

 

Speaker 3

Das ist eine ganz lange Geschichte. Wie viel Zeit haben wir dann über dein. Ich habe Ende der 80er Jahren angefangen, bei einer Versicherung zu arbeiten, die jemand gesucht hat, der Psychologie studiert hat, aber sich mit Computern auskannte, um im Bereich künstliche Intelligenz zu forschen. Damals war man darunter, eigentlich Experten, Systeme. Das war der Anfang von Neuronale Netzwerke und und so weiter. Und eine der populärsten und bekanntesten Programmiersprachen für Kai damals war Smalltalk und Small Talk ist eine ganz tolle Programmiersprache für ich immer noch sehr viel Community damals war eigentlich nicht sehr groß.

 

Speaker 3

Und dann bin ich irgendwie durch Zufall mit eine Dame namens Rebecca Brock in Kontakt gekommen, die als irgendwie ganz oben ist bei der Agile Values. Rebecca ist eine ganz tolle Frau, leitete ein Team damals bei Technics und zwei Leute in einem Team, mit denen ich mich mal angefreundet haben wollen. Ward, Cunningham und Kernberg kennen Leute zu wenig Leute, war das auch ein bisschen ein Vorbild von jemand, der einfach mal ruhig und zurückhaltend ist, aber ein Genie ist?

 

Speaker 3

A Wort hat die erste Wicki erfunden.

 

Kai

Ich glaube, hat auch diesen pragmatischen Programmierer mit als Autor verfasst. Mit Andrew Hunt zusammen habe ich das richtig im Kopf klingelt.

 

Speaker 3

Das ist echt famos. Das ist eine von den Dave Thomas ist. Das ist Pragmatiker. Dave Das ist nicht Big Dave, der der Chef von Ottawa war, die Ozeane hat. Ja, wir können vielleicht später zum Urteil kommen, am Ort kennenlernten, Kai kennengelernt und sehr viel mit ihnen dann mal zusammen ausgetauscht. Über Senioren und meine Arbeit in Small Talk ging dann mehr in Richtung Entwicklungs Werkzeuge. Ich habe eine Zeit lang auch für dich viel mit Digitalkameras arbeitet, die auch mal Small-Talk Version auf den Markt hatten.

 

Speaker 3

Und da gab es eben von OTA eine die erste integrierte Umgebungen für Versions Verwaltung. Es nannte sich Envy Developer und ich war dann relativ schnell bekannt als eine der Experten in Genf, eine der wenigen, die nicht bei Otto Kai gearbeitet haben. Und damals hat mich Kent Ende 1995 mal angefragt. Ich sage Du, wir machen jetzt mal ein neues Projekt, etwas ganz Verrücktes und wir versuchen auf ganz andere Art zu programmieren. Und wir arbeiten mit Andy. Kannst du uns helfen, Autos entwickeln?

 

Speaker 3

Also ich habe. Anpassungen für Entwickler machte mir jedes Mal, wenn Code eingecheckt wird, das Tests automatisch laufen und dann hat kein Gesamtaufwand den Test schon automatisch laufen können. Kannst du nicht schauen, dass die ganze Prozess automatisiert wird? Jasmine Woher das alles dann kommt, ist es heute wohl seine Fragestellung.

 

Kai

So habe ich das gar nicht. Verstand. Du hast damals schon Psychologie studiert.

 

Speaker 3

Ich habe Psychologie studiert in den späten 70er Jahren in Wien. Unter anderem habe ich die Ehre gehabt, unter Viktor Frankl zu studieren, was wirklich lebensverändernde Ereignis war für mich und ich.

 

Kai

Ich muss sagen, ich interessiere mich ja. Vielleicht liegt das auch daran, dass mit der Psychologe verheiratet bin. Ich interessiere mich auch viel für die psychologischen Themen und da war so ein ganz kleinen Lob aufzumachen, bevor ich das Agil zurückkommen kann. Was war das, was du von Viktor Frankl mitgenommen hast?

 

Speaker 3

Bescheidenheit. Je mehr derselbe gegen ehrlich zu sein. Er hat mal gesagt Du kannst seine seine berühmte Zitate immer die Kai zwischen den Ressorts. Ist die Zeit, wo wir handeln können, und das ist das, was uns zu Menschen macht. Er hat auch mal gesagt Vergiss nie das Auge, kann sich selber nie anschauen. Das Auge kann sich selber nicht anschauen. Brauchst immer ein Blick aus einer anderen Perspektive.

 

Kai

Ich war mir sicher, die Flasche Rotwein, die wir heute nicht haben.

 

Speaker 3

Es ist zu früh am Morgen. Übrigens, das ist bis Kai und Kai Rotwein im Garten.

 

Kai

Okay. Dem wir im Spiegel des anderen, um wachsen zu können. Ja, die Reflektion des anderen. Die Schatten, die man im anderen erkennt und die man integrieren kann.

 

Speaker 3

Ja also zurückzukommen, denke ich, habe mir dann immer wieder interessante Fragen gestellt aus seiner Sicht und andere interessante Sachen wurden sind und. Er hat gesagt Extreme Programming ist eine Ansammlung von Techniken, um aus normal begabten Programmierern Weltklasse Ergebnisse zu bekommen und eine untere, manchmal sogar passable Work. Und da hat er dann mal angefangen, die Fragen zu stellen Ja, wie können wir das ganze was wir machen dann managen? Und wir sind dann mal auf die Idee gekommen. Ein 19 95 Obstler Orbital Working Group Paper von Kai Representative Scrum haben wir mal gesagt okay, klauen wir ein paar Sachen daraus, außer in extreme Programmieren sei Customer The Product Owner und sind Planning Game.

 

Speaker 3

Ist halt mal das Brett Planning Meeting und so weiter. Und dann habe ich schreibe glaube 96 dabei kennengelernt. Ich war in diesem Workshop 95 nicht und ja, ich habe dann angefangen, mehr und mehr mit Kern zusammen zu machen. Nach dem Projekt war es ein Projekt bei Chrysler. Das Projekt die erste Projekt in der Welt ist, kennt dann nachher noch Europa gekommen und ich habe als sein Assistent gearbeitet. Was ich da bemerkt habe, was wir bemerkt haben, ist, dass Smalltalk irgendwie vom Markt verdrängt wurde durch Java.

 

Speaker 3

Und es ist sehr schwer mit Programmiersprachen und ist alles wirklich mal state of the art zu bleiben. Was ich gemerkt habe ist, dass nicht Prozess mehr interessiert hat. Und dann. Es war im Juni 2002 wollen kann schreibe und ich zusammen auf XP 2002 in Oliveira und wir waren im gleichen Hotel ein bisschen außerhalb Val Konferenzsaal vorbei, wo wir angefangen haben zu reden über Scrum und er sagte der Markt Agil Scrum in der Welt einmal rausbringen, ob ich Ihnen helfen würde und gesagt Ja, gerne Kern haben wir damals auch Aufträge gegeben, aber viele ORSC Coaching Aufträge Consulting Aufträge, die, wo er angefragt wurde, die er nicht machen wollte, was sie in Europa oder anderswo waren harte an mich weitergegeben.

 

Speaker 3

Das war ein großer Vertrauensvorschuss. Was ich sehr beeindruckend fand, war die Tatsache, dass ich habe ihn gefragt Du, was wirst du für Provision? Findest du nicht? Ich will, dass du gute Arbeit machst, dass ich stolz darauf bin. Und er hat das Gleiche gesagt, was Kant gesagt hat. Ich will nicht. Ich will, dass das an die nächste Generation weiter gibst. Und das ist das, was mich in meine Arbeit treibt die beste Arbeit zu machen, die ich machen kann.

 

Speaker 3

Und das war nach der ersten Generation.

 

Kai

Jetzt sitzen wir hier zusammen, als sich als Stellvertreter für die nächste Generation zu tragen. Und wir geben was weiter von den Geschichten. Und ich habe letztens hatten wir Jutta Eckstein mal hier ganz früh im Growth Cast und da habe ich noch mal den Hinweis bekommen, es gibt ja so eine Verbindung, die ist glaub ich sehr wenigen Leuten so richtig bekannt hier im europäischen Raum zwischen dieser Scrum Spiel. Ob also dieser Patterns Language Geschichte und der Konferenz, die sich da trifft, ja eher so eine Muster Sammlung erstellt haben, was eine gute Produktentwicklung oder gute Teamarbeit ausgeht.

 

Kai

Und Scrum wie weit hast du da einen Einblick drin gehabt? Weil das hat ja auch irgendwie auch so Small Talk Roots gehabt, habe ich verstanden an der Stelle also eine ganze Geschichte über über Patterns stammte auch von Kanban von ein paar Artikeln damals in. YouTube, the Journal of Objektorientierte Programming und Small Talk Report, wo er dann mal Christopher Alexander Design Paddeln Book gelesen hatten, gesagt hat Okay, wie passt das mal für uns in Softwareentwicklung? Und das sind sehr viele Leute auf dem auf den Zug aufgesprungen.

 

Kai

Mit den 90er Jahren gab es da kaum Vorburg raus. Plus noch oh, ich wollte es nicht aus dem Flow raus reißen. Genau so was baut sich auf mein erster persönlicher Kontakt zu einem der Scrum vor und irgendwann Anfang der 2000er bei einem Trainer in Karlsruhe. Long. Ja schön sowas. Das ist dann ja tatsächlich.

 

Speaker 3

Also. Ich würd lieber ein bisschen wegkommen von der Sonne. Aber zurück zum Kern habe ich mal gefragt Kannst du dann mal? Kannst du mir helfen? Ich merke auch, dass du von den ersten trainiert bist und so weiter. Ich weiß nicht, wen er sonst noch gefragt hat. Vor der Zeit, ich nehme an Erster und Mike und was. Aber er wollte sich dann erst in Europa und bis der Zeit, wo er dann in Europa Kurse unterrichten konnte, wo das mit seinen Reiseplan einrichten konnte.

 

Speaker 3

Und was hat er mir seine Unterlagen gegeben? Und ich hab dann tatsächlich angefangen. Anfang der 2000er Jahren war er und Rainer in Karlsruhe. Wir haben einfach ganz günstig auf ein paar Hundert Euro einen Nachmittag Einführung in Scrum und da habe ich Leute getroffen wie Mentors und wie Christian und dann die haben angefangen, das auch dann weiter zu verbreiten in Deutschland. Ich habe dann auch mit die Leute von Trainer. Es gab ja alles. Zwei neun neun zwei null null null.

 

Speaker 3

Die erste Expedia in London. Und dann habe ich mal dort ein. Zuerst war es nur über Extreme Programming, dann kam noch Scrum und dann kam Exp dei Backlogs und Exp dei wollte liegt anderswo und ich habe dann mal mit André zusammen, dann Exp dei Germany gegründet und unser 6 PD Germany war wahrscheinlich auch 2003 und wir hatten dann aber so war auch dabei Frank Westphal und ich, ich kling wirklich wie ein Ortegas nachgeht, nachgedacht. Ja, damals war es alles besser.

 

Speaker 3

Aber so so so lief es dann. Und ja, dann habe keine Schulden in Europa und ich war dann dabei, dann zertifizierte Trainer und dann hatte mich nach Australien geschickt, wo ich mal das erste Training in Australien gemacht habe, darunter auch bei Atlas. Die haben damals ganz schnuckelige Produkt gehabt namens auf. Haben nicht weiter darauf ein, was aus dir geworden ist. Aber damals habe ich auch Roland Boning kennengelernt und ausgebildet. Und worüber ich mich auch jetzt freue als als Trainer bin ich eine der ersten Trainer Europas.

 

Speaker 3

Eine erste Tranche der Trainees ausgebildet haben, die inzwischen auch andere Two Agilists ausgebildet haben.

 

Kai

Ja, so und so gibst du das vor. Das ist ja auch das, was sich geändert hat im Laufe der Zeit. Denn es würde mich auch noch interessieren Ich habe 2007 ein Zertifikat Scrum Master damals gemacht und auch in diesen 14 Jahren hat sich die Welt ja schon wahnsinnig verändert. Agilität und Scrum betrifft, wenn du mal so vergleichst mit diesen ersten Sessions, wo man dafür 100 Euro in unserem Scrum Workshop drin gesessen hat. Und du hast ja vor kurzem noch mal einen Product Owner Training gegeben.

 

Kai

Was hat sich an der Art der Fragestellung in der Welt verändert? Wenn du mal so vergleichst, was waren die anfangs Fragen, die Leute beschäftigt haben, was waren die? Vielleicht Feindbilder und Gegner, gegen die sich Agilität damals abgrenzen abgegrenzt hat? Und was ist es heute geworden?

 

Speaker 3

Ja, ich um das ist ganz, ganz einfach. Jeffrey Morcerf oder The Early in early Adopters. Wo stecken wir jetzt? Aber ich gehöre da ganz am Anfang und man sagt, es gibt ein Kasim zwischen Early Adopters und Early mit Shorty. Nur Produkte, die es in den Mainstream schaffen, sind überlebensfähig. Einige alte Knacker, so wie ich glauben. Es gibt grade bezüglich Agilität und zweiten Chancen, der es zwischen den majority late majority und nachher kommst du nicht weiter und so was.

 

Kai

Du darfst das sagen bei der Schweiz.

 

Speaker 3

Ja und das ist tatsächlich mal der Sport zwischen Firmen, die. Sowas Agilem machen was sie wollen und Firmen, die das machen was sie müssen und wir sind ganz eindeutig auf der Seite von den Firmen, die wir jetzt machen, machen das was sie müssen. Sie wollen es nett. Also was Sie suchen, ist eine Möglichkeit. Ich nenne das Hashtag metoo Agil. Wir wollen auch sagen, dass wir auch Agil sind, obwohl sie organisationalen Antikörpern, organisationalen Rheuma sich wirklich mal dagegen sträubt.

 

Speaker 3

Wir sehen das auch in Methoden, die jetzt mal. Angeboten werden extreme Programme hat sich nie so aus dem Nischendasein raus geschafft hat nie den Sprung über den ersten Kasim in Trinken finden kann, was ist geschafft hat, weil XP eine Mischung von verschiedene Praktiken war. Einige von diesen Praktiken haben es geschafft, dass es hier entwickelt haben. Ich schaue mir jedes Mal, wenn man Code checkt, dass das System läuft, dass wir es dann bauen können, Continuous Integration, dann Continuous Delivery und jetzt Def Orbs.

 

Speaker 3

Wir haben eine Product Owner ohne Training. Wirklich interessante Diskussion zu. Was bedeutet Begriff Release Planning, wenn eine Firma wie Facebook Changes alle elf komma sieben Sekunden auf den Server pusht? Ist das sind die Sachen, die sich ändern. Also einige Sachen, die sich. Aus den Anfang in welchem geschafft haben wurde Projektmanagement Talk vom Extreme Programming, sprich Scrum war EXP kennt, nannte das AA Disziplin Development Du brauchst verdammt viel Disziplin um EXP zu machen. Wir haben damals ein paar Programme, nur weil exp so schwer ist es keine.

 

Speaker 3

Das war Leidenschaft diesen Disziplin durchzuhalten. Aber es zeigt einfach mal wieder Wenn die Scrum richtig machst, zeigt es, dass du EXP brauchst. Du brauchst es in technischen Praktiken Agil, aber es kommt. Stellte auch mal ein Spiegel, wo im Gesicht jeder sagt, was an Organisation nicht stimmt. Schwabe hat mal gesagt Scrum Scrum ist wie deine Schwiegermutter, die glaubt, dass du nicht gut genug bist für ihre Tochter. Und sie wohnt bei euch. Man sitzt in der Küche, jedes Mal, wenn du da reingehst und die Flasche Bier zu holen, erinnert sie dich daran, dass du nicht gut genug bist.

 

Speaker 3

Ja, okay, so für MeToo das. Das ist einfach zu viel, weil die Leute sich Agil nicht ändern wollen. Also was gibt es für Möglichkeiten zu sagen wir sind auch Agil. Ganz einfach maximal eine Wand stärkst einfach mal ein paar postet dran aber Jane zu viel, dann brauchst du eine gute Methode, nämlich Kanban, nur um zu beweisen Ja, wir sind auch Agile und daraus entwickeln sich auch noch andere Methoden, die wirklich. Sorry, Safe ist perfektes Beispiel dafür.

 

Speaker 3

Safe ist ein persistente Framework für non Agil job description. Aber es verkauft sich vielleicht gut, weil ich mich gar nicht verändern muss. Reden wir lieber über etwas anderes, ist es.

 

Kai

Ich mag, dass wir diese provokativ diese Thesen in den Raum stellst. Ich habe auch gehört, dass der Tresor, dem man Scrum, eingesperrt hat. So, und das ist, wie das da unten in der Ecke irgendwo noch so ein bisschen Scrum ist und der Kunde, wo man da oben war, ich weiß, die Safe Leute Riesenthema, die Grabenkämpfe, die es hier gibt an der Stelle. Ich bin ja auch eher so auf dem Scrum Framework als was deutlich näher dran ist an dem Kanban mit Scrum hinwollen.

 

Kai

Und jetzt hast du ja angesprochen. Ich nenne das manchmal blutleere Scrum, also das, wo du so Cargo Cult mäßig halt in Sachen kopierst, aber den Kern oder die Essenz und die Werte nicht mitgegeben werden muss.

 

Speaker 3

Das ist ja, was ich unterrichte ist, wenn du Agil Bookmarks. Weil es nur ein Buch ist, bist du nicht Agil. Du folgst einer Religion, nur hast du halt eine andere Bibel. Das ist das, was für mich immer so eine Herausforderung war, Leute das beizubringen beibringen. Nein, hatte ich nicht, es sei halt nicht an und Scrum Kai. Die Frage ist lustig machen oder wirst du ein Produkt auf den Markt bringen, der eine Folge ist der den Konkurrenten den Arschtritt.

 

Speaker 3

Du kriegst, du kriegst, es ist nicht die Schule, wo du mal den dann bekommst, wenn du alle Meetings machst. Es geht immer darum du musst Agil sein. Auch auf prozeß ebene. Also ich habe jetzt wahrscheinlich verloren. Aber das ist so. ich glaube das. Was du da ansprichst ist für mich so ein bisschen der Weg. Als ich ganz neu angefangen habe mit Scrum, habe ich mich krampfhaft an der Checkliste und dieser Scrum Kai festgehalten, weil ich so unsicher war in mir selbst, wie man überhaupt Agil vorgehen kann und fand das sehr hilfreich total by the book zu sein, weil mir das ganz viel Klarheit und Sicherheit gegeben hat.

 

Speaker 3

Und umso länger ich das praktiziert habe, umso mehr habe ich die Intentionen der Muster verstanden, die da drinstecken und konnte auf dieser Ebene der Intention und der Muster auf ein Unternehmen oder den Kontext schauen. Um herauszufinden, erreichen die das Ziel, eine Idee bis zum Markt innerhalb von einer kurzen Zeit zu bekommen. Ja, und das ist vielleicht diese das, was du gerade meinst mit vergiss dieses. Also verstehe ich das zumindest dieses eine vergisst, das den Scrum gibt, weil schlussendlich geht es ja darum, die Intentionen zu caption und diese Intentionen umzusetzen in der Kanban.

 

Speaker 3

Ja, ich glaube, wo ich in Technik wie Scrum sehr oft einsetze, ist es auf eine Metaebene, um zu entdecken, was der beste Prozess ist und aus dem Korb sehr oft ein Lean optimiert Pipeline also was also in dem Sinn von A mit Scrum fahren beide Burg, um zu entdecken, was funktioniert und was nicht funktioniert und dann ab zwei Inspektoren da. Auch im Sinne von Ich schau mal, was für euch funktioniert. Aber wichtig ist, dass wenn man etwas zuerst mit Kai Strabo und ich sagt früher immer ins Bett, ohne da das Programm mit den darbt.

 

Speaker 3

Sehr viele Firmen haben einfach das Buch geholt. Rosinenpicken gemacht, die haben die coole Sachen raus, aber nichts, was sie aus ihrem Kopf bringen würden. Dann haben sie gefragt, wieso es nicht funktioniert. Oh ja, okay, danke. Ja, dieser Appell nicht stehen zu bleiben, sondern Inspektion und Adoption auch auf der Ebene zu betreiben. Was ich auch immer wieder höre von Unternehmen, die das längerfristig tun, die dann einfach mehr des Werts Stroms optimieren wollen und die sagen was weiß ich, wir haben Portfolio.

 

Speaker 3

Kanban braucht noch drum herum, was die gesamte Unternehmung besser abbildet. Und diese Zeiten da hinzukommen. Okay, und jetzt sind wir ja auch im Agile Growth Cast immer dran interessiert an. Dem Menschen hinter dem Fachlichen und du hast jetzt ja auch eine ganze Strecke in deinem Leben gemacht, wo du mit Agilität gearbeitet hast. Was waren so die Dinge, die du in deinem eigenen Wachstum gelernt hast, die dich inspiriert haben, wo du selber daran gewachsen bist? Wenn du mal so zurückschaue auf diese ganze Strecke Wohn und Agilität gearbeitet hast, was waren Skills, die du in dir selber entdecken durftest und musstest, um das zu machen?

 

Speaker 3

Hast du da?

 

Speaker 3

Da gibt es einige, aber ich glaube, es ist einschneidendste. Für mich war ich vorher eine Zeit lang CTO bei Ebay. Ihr kennt vielleicht Ebay, dass es diesen Verein online gebraucht waren laden und in der Zeit sieht Jehova dort ist ein Vulkan in Island hochgegangen und hat innert 24 Stunden. Das ganze Reiseverkehr in Europa um ein Jahrhundert zurückgesetzt.

 

Kai

Ich erinnere mich.

 

Speaker 3

Für mich war es nicht so schlimm, dass Europa mein Office ist in Amsterdam. Ich habe nicht dorthin können. Ich habe von zu Hause aus arbeiten müssen. Meine erste Erfahrungen mit Homeoffice schlimme war es für Leute in meinen Augen, für mein Team. Sie waren auf eine Außenstelle in Review in die Ukraine. Sie konnten nicht zurückkommen. Sie haben 48 Stunden Zugreise über Moskau müssen, damit sie nach Hause kann. Mann, ich habe eine Bekannte von mir gehabt, war Pilot für Swissair, der war gestrandet, eine Hochzeit verpasst.

 

Speaker 3

Inzwischen ist alles gut. Diese verheiratet haben Kinder. Was aber das? Hab mich zum Denken gebracht, dass es Vulkane gibt, Vulkane sind Ereignisse, die drei Eigenschaften haben. Erstens die kann sie nicht vorhersagen. Zweitens Du kannst sie nicht beeinflussen. Drittens Du musst reagieren. Für dich als Vater. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, wenn die Notaufnahme im Spital anruft und sagt Deine Tochter ist da und man kann es nicht vorhersehen. Du kannst es nicht vermeiden.

 

Speaker 3

Du kannst deine Töchter nicht einsperren, aber du musst darauf reagieren. Wenn In Business haben wir drei Vulkane. Der erste Vulkan sind unsere Kunden. Du kannst sagen, du kannst modisch sehr oft nicht vorhersehen, was die Kunden sich wünschen. Kannst du das beeinflussen? Sehr schwer. Die Leute, die Mode beeinflussen können. Gerade im technischen Bereich sind sehr, sehr dünn gesät. Steve Jobs wollte auch darüber reden, inwieweit Elon Musk so eine von denen ist. Also du kannst Shantanu sind, Fashion nicht vorhersehen kann sich schwer beeinflussen muss, aber darauf reagieren muss.

 

Speaker 3

Sonst gehen deine Kunden wohin. Zweite Vulcan in Konkurrenz. Du weißt nicht, was die Konkurrenz auf den Markt bringt. Dukakis nicht beeinflussen. Das heißt, Firmen, die nicht mehr technologisch innovativ sind, versuchen das zu machen. Wir suchen das machen doch worden. Also Apple gegen Samsung Milliarden Klage über wie gerundet die AEG mobil an Handys sein dürfen. Oder fürchtest Google Millionen Dollar? Denkst wegen Naming Conventions API? Das sind Firmen, die nicht so innovativ sind, wie sie einmal war, die versuchen eine Konkurrenz auszubremsen.

 

Speaker 3

Der dritte Vollkorn sind Sachen in der Welt um uns herum. Wir leben mitten in den dritten Vulcan jetzt. Wir leben mitten in die Agil. Die ersten Crowdworker ankommt. Wir haben es nicht vorhersehen können, aber es nicht beeinflussen können. Wir müssen darauf reagieren. Und jetzt war für mich die Sache. Bei Ebay stelle ich aus CTO, CEO, Entwicklungs Leute vor, eine Firma, wo jede Sekunde offline und ein Verlust von bis zu 10000 Euro pro Sekunde bedeutet.

 

Speaker 3

Warum fängst du an überlegen? Bin ich bereit mein Hintern zu riskieren? Bin ich bereit den Namen Ebay zu riskieren, weil ich etwas sagt? Wir müssen das machen, weil es in Scrum Guide steht. Oh Mann, wir können schon gehen und sagen Hey, daily Scrum Daily Standup. Macht einmal am Tag sehen. Wenn jede Sekunde offline Shantanu einen Verlust bedeutet, dann musst du anfangen überlegen wie kann ich meinen meinen Prozess anpassen? Also das war für mich klar die einschneidendste Erlebnis, der mich wirklich dazu gebracht hat, sehr pragmatisch und sehr realitätsnah mit den ganzen Agilität umzugehen.

 

Speaker 3

Und das ist für mich dann wirklich Agil sein. Jetzt komme ich wieder runter.

 

Kai

Ja, es ist okay, also in den Schuhen gewesen zu sein. Diesen Druck, den man auch auf der Managementebene verspürt, um einfach die Ergebnisse oder die Servicequalität aufrechtzuerhalten, hat er dein Scrum Verständnis ganz stark noch mal beeinflusst. Habe ich grade verspielt. Und jetzt bist du ja. Ich hätte fast gesagt. Ja, du hast eine gewisse Unruhe. Immer noch und forscht auch noch in Bezug auf Psychologie. Wie passt denn das jetzt eigentlich zusammen, was der ganz früh angefangen, also schon bevor du Ärger gemacht hast mit Psychologie.

 

Kai

Und du bist ja noch immer damit beschäftigt, oder? Oder wieder damit beschäftigt, noch mal mehr irgendwie den Menschen oder Teams zu verstehen, wie die hoch performant in dieser Arbeitswelt unterwegs sind. Wie kommt es, dass du da immer noch diesen Drive verspürst, dich da reinzuhängen? Denn so wissenschaftliche Arbeit ist ja auch etwas, was bisschen Durchhaltevermögen braucht und was Konzentration braucht. Was treibt dich also zuerst?

 

Speaker 3

Wie komme ich zurück in die Psychologie? Aber ich bin ebenso weggegangen, habe diese Karriere in Informatik und was macht? Ich habe dann bemerkt, es gibt zwei Arten von Problemen. Es gibt technische Probleme, sind in der Regel Turing komplett. Man findet eine Lösung mit bestimmten Techniken, Problemen mit Menschen. Sie sind faszinierend. Wir haben sie noch nicht gelöst. Also es kommen immer wieder gleiche Probleme. Und was ich dann bemerkt habe. Ist das so viele Leute geraten im Agil Bereich so viel Stuss erzählen.

 

Speaker 3

Die Sie nicht belegen können oder ihr irgendwelche Statistiken, die nicht Hand und Fuß haben. Ja, 70 prozent von den Firmen, die Scrum machen, machen sie richtig. Für mich als Psychologe solltest du weißt von Jasmine als Psychologe wirst du nicht sofort Dr. Freud, du wirst auch kein krimineller Profiler sicher sei. Was du lernst ist Experimente zu entwickeln, die richtige Fragen zu stellen und die Antworten wirklich mal auszuwerten. Also für mich als Statistik, wenn ich 70 prozent höre, will ich erst mal sehen Population Sampling by Sophie Purvis blablabla dies aus und die wiederum sind nur ein inneres Interesse geweckt.

 

Speaker 3

Man habe ich meine jetzige Frau kennengelernt und die ist jetzt grad früh pensioniert, noch keine 30 Jahre als Psychotherapeutin und sie hat mir das unterstellt. Wenn dieses Shantanu wieder eine Uni. Also ich bin wieder an Uni gegangen, habe mein bestes gemacht, habe dann promoviert, Agilität Promotion fertig machen können aus diversen Gründen. Aber was ich bemerkt habe, was ich von und von der Uni mitgenommen habe, ist diesen Drang nach Genauigkeit, Forschungsmethoden, Statistiken wirklich mal Beweise?

 

Speaker 3

Dann wird man wirklich verstehen kann, wie das alles funktioniert und Jasmine weiß auch du wirst nicht mit mir über Studien reden, dass du kennst alle auswendig oder es gibt zu viele Referenzen, dass ich mal beeindruckt, was du da für ein Gedächtnis hast. Und ja, es ist mir schon auch wichtig, finde ich für Menschen, die mit Agilität arbeiten in der Hinsicht. Ich habe ja selber irgendwie im Scrum Training immer mal wieder, das sagt mein Modell irgendwie aufgemalt, weil es so schön einfach musste das sagen.

 

Kai

Und ich, ich weiß, ich weiß, du gehst jetzt wieder steil, aber wenn man mal so hinguckt, ich glaube was. Was war noch mal der Anlass für Tackmann Untersuchung? War das ein Gefängnis, wo irgendwie die Kohorten irgendwie sich angeguckt haben? Oder da gab es so eine ganz persönliche Begegnung, die dahinter steht in eine psychiatrische Abteilung eines Veterans Hasbro. Also so von Militär, Spitäler, wo sie quasi Leute mit posttraumatischen Stress unterstützt haben. Und top.

 

Kai

Man hat einfach nur eine Literatur Analyse gemacht vom vorher, vom Berichte von Therapeuten. Genauer gesagt in diese Berichte von den Therapeuten gibt es gewisse Gemeinsamkeiten, wenn man eine Gruppentherapie macht. Und ich muss sagen hat hab recht. Okay, wenn du Psychologe bist, lernst du auch, wie du diesen Typekit als erstes Paper zu lesen sollten, lernst du wie du Paper richtig liest. Hat dieses Modell nie gesagt. In diesem vor er sagt ganz klar Das passt vielleicht eine psychiatrische Klinik?

 

Kai

Es vielleicht mal Leute mit diesem Stress oder es passt nie. Er würde nie sagen, dass es eine ökologische Validität und Allgemeingültigkeit hat, aber das ist alles. Diese sagen genau wie masslos Pyramide. Die wurde einfach von Menschen mit Beratungsfirmen aufgeschnappt, weil sie einfach zu verkaufen sind.

 

Kai

So einfach. Manchmal sind es die einfachen Dinge, die dann überleben oder das Diagramm, was wir gehen uns ja auch irgendwie so schön unter gerissen haben, weil es eben so schön erklärt, wo sich Scrum eignet. Und wenn dann dem Hans Typekit zuhörst, wer sich davon distanziert hat, denkst du auch Okay, gut.

 

Speaker 3

Ja, ja, ich habe sich ja mit jemandem gesprochen, der gerade dann unter Stacey promoviert hat. Stacey sagte mal im Gespräch. Er hat auch wirklich mal Wut auf die Scrum Leute und sowas wo er wollte das Ding schon mitten 90er Jahre begraben. Also zwischen Version Auflage 2 und 3 für sein Buch ist es verschwunden. Aber es gibt Leute, die immer noch dann darauf aufbauen.

 

Kai

Ja, die Geister, die man rief, da gehen sie nicht mehr weg. Und von dem, was dich gerade beschäftigt, was sind die Herzensthemen? Die, die dich zu einem Talk motivieren oder die dich gerade umtreiben? Deine aktuelle Arbeit. Da würde ich gern so, wenn wir uns langsam der Kurve des Gesprächs nähern, noch mal eintauchen. Was macht was? Was lässt dich morgens aufstehen? Wo steckst du die Nase rein? Was sind die Sachen, die dich inspirieren?

 

Speaker 3

Im Allgemeinen, was mich morgens aufstehen lässt, was mich weiterarbeiten lässt, ist, was ich einfach nicht aufhören kann zu lernen. Und dass ich nicht aufhören kann, mit diesem Bedürfnis das Weite zu geben. Insbesondere ist es meine zum psychologische Sicherheit und Vertrauen. Und tatsächlich ich bin ich zweifle inzwischen an Googles Studie. Es ist interessant, dass physikalische Physical Science, da gibt es tatsächlich mal gewisse Gesetze, Gesetzmäßigkeiten wie Schwerkraft und sowas. Ich kann manchmal auch mal wissenschaftlich beweisen, aber es gibt immer noch Leute, die nicht an globale Erwärmung denken glauben oder die Leute, die glauben, dass Impfstoffe Autismus hervorrufen, sowas aber Kanban.

 

Speaker 3

Wenn man irgendwie die New York Times irgendeinen Artikel veröffentlicht über irgendwas, was nicht in einem Peer Review wissenschaftliche Studie drin ist, einfach war der Name Google draufsteht, glauben alle Leute es muss so sein und es stimmt. Ich glaube, wir müssen uns nur psychologische Sicherheit und das Weite zu erforschen, auf die Instrumente zu entwickeln, um das Testen zu sehen, wie weit ein Unternehmen ist auf unterschiedliche Aspekte, zum Beispiel emotionale Intelligenz, kognitive Diversität und auch Teams können trainieren und ausbilden, dass sie besser werden, da das ist das, was mich treibt.

 

Speaker 3

Kurze Werbespots, weil es sowieso sinnvoll ist, ich halt in ein paar Wochen auch irgendwie ein Tag dort drüben meine neueste Forschung, aber ich glaube, das sind eh keine Plätze mehr frei. Aber könnte man denn dann dann suchen? Ich hoffe, dass sie den Vortrag irgendwann auch mal halte. Aber es geht mir darum, auch wieder mal sagen Hey, überhaupt nicht einfach alles, nur weil ich irgendwo im Forschungsbericht stehe. Wissenschaft ist ein Gespräch und genau wie wir im Gespräch treten, unterschiedliche Ideen, unterschiedliche Ansichten vertreten.

 

Speaker 3

Dass man auch mal aber die Offenheit, die Größe hat zu sagen Hey, wow, das ist cool. Ich muss meine Ansicht jetzt mal überdenken. Das sind das ist meine Einstellung.

 

Kai

Du hast in dem letzten Vortrag auch mal glaube ich, so ein kleines Werkzeug den Leuten an die Hand gegeben, wie man die Situation in Bezug auf Vertrauen in seiner Umgebung verbessern kann. Und wir versuchen ja immer auch wieder gerne, den Leuten, die so als Agile Coaches da draußen arbeiten, an Scrum Master Kleines mitzugeben. Kannst du das noch mal kurz umschreiben, dass man so vielleicht sagen kann, es sein Arbeitsalltag noch mitnehmen kann?

 

Speaker 3

Ja, gerne. Das ist mal Hausaufgabe für Zündschloss, weil psychologische Sicherheit ist eine emergente. Es ist eine abgeleitete Eigenschaft, ist Eigenschaft von Umgebung. Es entsteht durch diese Selbstorganisation. Es entsteht dadurch, dass Menschen miteinander Vertrauen aufbauen. Und der tollste Werkzeuge, die ich verwende, um anzufangen, Vertrauen aufzubauen, habe ich schon einen ganz lieben Freund von mir, Ben Fuchs, Psychotherapeut in London und es ist einfach ein Template. In diesem Kontext oder in dieser Situation kann ich am besten nicht sauber sein, wenn ich.

 

Speaker 3

Etwas machen kann und du oder ohne dass du etwas anders machst. Ich sage es nochmals, wenn ihr postet irgendwas habt sie schreiben. Schreib diesen Template auf. In diese Situation beschreibt die Situation, kann ich am besten mix sein, wenn ich fehlende blicke, ohne dass du oder. Und dass du willentlich überlegt, dass jetzt mords jemand bezüglich jemand zu deinem oder zu der du Vertrauen hast oder zu dem oder zu der du Vertrauen aufbauen willst. Schreib das auf für diesen Template und dann gab das Blatt, diese Person schenke Vertrauen.

 

Kai

Schöne Einladung, kann ich mir gut vorstellen in dem Entwicklungs Workshops auch mit neuen agilen Teams, wo es darum geht, das zu vertiefen und Tobi schreibt uns gerade noch damals war alles besser, sagt der Trainer Generations connected. Der Kommentar ist glaube ich schon ein Weilchen her. Dankeschön. Thomas, ich glaube ihr merkt, dass wir das gerade genießen. Hier unsere Session und ihr zum Abschluss hin. Josef in fünf Jahren. Was ist, wenn ihr euch vorstellen, was was machst du in fünf Jahren werde ich wahrscheinlich nicht.

 

Kai

Ich kann nie aufhören zu arbeiten, aber auch noch ein bisschen Hypothek zu zahlen. Aber ich habe einfach mal diesen Drang weiter zu lernen. Aber was ich mir wünsche ist, dass ich in fünf Jahren viel mehr draußen im Garten spielen kann und meine beiden Töchter spielen kann. Was geht es eigentlich nur über Videokonferenz? Und dass wir solche Sachen dann machen.

 

Kai

Da ist es, das Konferenz Wombat, was entsprechend schon Jasmine immer mal wieder vor ihrem Lampenfieber bewahrt hat. Übrigens wer ein paar von den Vorträgen von Review und Jasmine sehen möchte, der findet ihr auf D Ich habe die da mal alle entsprechend gelistet, die öffentlich im Internet waren und ich möchte dir ganz herzlich danken für das Gespräch, das wir heute hatten.

 

Speaker 3

Bitte! Vielen Dank!

 

Kai

Viele Grüße in die Schweiz und natürlich auch am Ende. Ja und wenn dir die Sache einen Gefallen hat, dann freuen wir uns, wenn du die an entsprechende Leute, die diese Historie vielleicht auch von Agilität interessiert oder die Praxis Tools, die gerade uns mitgegeben hat, noch weiter leitest und dein Netzwerk und wenn du Lust hast Jasmine und mich live im Seminar zu erleben bis dahin ist hoffentlich wieder fit. Dann findest du auf deine Trainings entsprechend unsere Seminare. Herzlichen Dank fürs Zuschauen und bis ganz bald wieder.

 

Psychological Safety in Remote Teams – Die Quadratur des Kreises?

Vortrag von Jasmine Simons-Zahno und Joseph Pelrine, Agile Breakfast Luzern (in Mundart)

Psychologische Sicherheit ist in aller Munde. Spätestens seit den letzten Konferenzen wissen die meisten Agilisten, dass ein „High Performance Team“ auch eine hohe psychologische Sicherheit aufzuweisen hat. Nur: wie können wir diese Sicherheit etablieren? Was bereits zu Präsenzzeiten schwierig schien, ist in Remote-Teams nun noch herausfordernder geworden. Wie wir diese psychologische Sicherheit in (Remote) Teams fördern können – und warum es so schwierig ist sie zu etablieren, bleibt trotz vieler toller Beiträge oft ein Rätsel. An diesem Agile Breakfast wollen wir uns dem Thema der psychologischen Sicherheit widmen, die Theorie etwas genauer unter die Lupe nehmen und zusammen ergründen, wie wir diese in unseren Teams erschaffen können.

Dieser Vortrag ist in Schweizer Mundart. Mehr zum Thema auf Hochdeutsch findest Du hier in unserer Podcast-Folge zum Thema.

Agile HR – Veränderung der Profession durch Agilität

Sonja ist ein quirlig lebhafter Mensch, für den es nichts Schlimmeres als Langweile gibt.

Somit die perfekte Ausgangssituation für Agilität – Sie möchte Interessantes kennenlernen und mag die Veränderung. Durch die Firma Cosee hat sie gelernt, dass ihr Dienstleistungsverhalten Agilität heißt und man damit tolle Dinge bewegen kann und man Spaß bei der Arbeit hat.

Menschenkenntnis, Empathie und lösungsorientiertes Denken sind ihre Stärken. Durch ihre Arbeit in den Abteilungen HR, Marketing und Controlling konnte sie viele agile Werkzeuge einsetzen und den Mehrwert dieser erfahren.

Der #AgileGrowthCast ist ein tiefgehendes Interview, dass immer den Anspruch hat, zu inspirieren und mindestens eine spannende hilfreiche Methode oder Idee für Dich als Agilist zu vermitteln. Nimm Freitags um 11:00 Uhr live auf Youtube und LinkedIn an ihm teil und stell uns & unseren Gästen Deine Fragen!

Verteilte Teams starten – Wie Menschen auch remote zusammenfinden

Wie stärken wir eine Einheit, die an verschiedenen Orten lebt und arbeitet? Wie wächst zusammen, was räumlich getrennt sein soll? Wie beginnt ein Team in Zeiten der Verteilung? Wir nehmen uns der Frage an, welches Vorgehen hilft, um Teams neu aufzusetzen und zügig mit ihnen durchzustarten.

Zur Nachlese:

Diana Larsen – Liftoff

Personal Maps

Moving Motivators

Der angesprochene AgileGrowthCast zur Remote-Arbeit

Vielleicht auch spannend? Unser Live-Cast zum Thema:

Leidenschaftliche Teams mit Personal Maps unterstützen – Marc Löffler im #AgileGrowthCast

In diesem #AgileGrowthCast erfahren Sie

  • warum #Scrum nicht genug ist,
  • was passiert wenn man eine Türe schließt und
  • wieso psychologische Sicherheit ein Schlüssel zu passionierten Teams ist.

Marc gibt uns das Werkzeug der #PersonalMaps mit, das dazu beiträgt, dass Menschen über ihre Arbeitsrolle hinaus in Kontakt gehen – und wir erfahren, wie Marc gelernt hat, mehr auf die Bedürfnisse und Hintergründe anderer Menschen einzugehen. #TuneIn 

Wie agile Teams von psychologischer Sicherheit profitieren

Einer der Hauptfaktoren, welche High Performance Teams ausmachen, ist es, eine Hohe psychologische Sicherheit zu besitzen. Doch was genau ist das und wie stellt man diese her? Jasmine hat sich seit einigen Jahren auf dieses Thema spezialisiert. Im Dialog bringen wir Licht ins Dunkel und reflektieren den aktuellen Stand der Forschung. Wie gewohnt verständlich für Nicht-ITler, Hobby-Psychologen und alle Agil-Interessierten.

 

Die erwähnte Google Rework-Studie

Jerry Colona – Reboot

Amy C. Edmondson – Die angstfreie Organisation

Cynefin-Modell zur Einordnung eines komplexen Kontextes

Jasmines Forschungspartner Joseph Pelrine

Liberating Structures – Heard Seen Respected

Delegation Poker

7 (plus oder minus 2) Arten, wie dein Gehirn dich reinlegt

Keynote von Jasmine Simons-Zahno und Joseph Pelrine, Lean Agile Scotland 2019

„Kognitive Voreingenommenheit“ ist ein bekannter psychologischer Effekt, der oft als Erklärung – oder Entschuldigung – für das Verhalten einer Person herangezogen wird.

Obwohl es eines der bekanntesten psychologischen Konzepte überhaupt ist, ist es definitiv nicht das einzige, das das Denken und Handeln einer Person beeinflusst. Diese Session wird dich durch die unserer Meinung nach relevantesten psychologischen Konzepte bei der Arbeit mit agilen Teams führen und dich und dein Team in die Lage versetzen, die häufigsten Fallstricke zu umgehen, in die wir bisher selbst getappt sind.